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ZVEI mit düsterer Prognose für 2003

21.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Einschätzung des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) e.V. gerät die kojunkturelle Entwicklung der Branche angesichts ausbleibender Investitionen und der Zurückhaltung der Verbraucher erneut unter Druck. Zwar sei die rasante Talfahrt seit Mitte 2001 im Spätsommer langsam zum Stillstand gekommen, doch erwarte der Verband für das Jahr 2002 ein Umsatzminus von vier Prozent auf 154 Milliarden Euro. Und die Prognose für das kommende Jahr ist ausgesprochen verhalten. "Für 2003 erwarten wir bei Umsätzen und Produktion bestenfalls eine 'rote Null'", warnte Hauptgeschäftsführer Gotthard Graß. Ein weiterer Rückgang sei aber nicht auszuschließen.

Dies wirke sich entsprechend auf die Beschäftigung aus. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der zweitgrößten deutschen Industriebranche könne zu Ende des Jahres auf unter 840.000 und damit den tiefsten Stand seit 1960 sinken, fürchtet der ZVEI. Ungeachtet dessen suchten die Unternehmen der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie nach wie vor Absolventen der Studiengänge Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen. "Von den Hochschulen kommen auch weiterhin deutlich weniger Ingenieure als sie unsere Branche trotz derzeit ungünstiger Konjunkturaussichten braucht", so Graß. (tc)