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Zucotto will Java auf Handys bringen

03.11.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die kalifornische Chipschmiede Zucotto Wireless hat nach eigenen Angaben einen Prozessor entwickelt, der den Einsatz von Java in Handys deutlich erleichtern würde. Während die "normalen" CPUs in Mobiltelefonen - meist auf ARM-Basis - bis zu 20 Taktzyklen benötigen, um Java-Code zu laden und auszuführen (was natürlich Geschwindigkeit und Akkulebensdauer beeinträchtigt), schafft Zucottos "Xpresso" dies laut Hersteller in einem einzigen Taktzyklus. Er ist außerdem in der Lage, Java-Programme auch "offline" ablaufen zu lassen, arbeitet unabhängig von der Haupt-CPU und verfügt zudem noch über einen Baseband-Controller für die drahtlose Kommunikationstechnik "Bluetooth".

Der Zucotto-Chip stellt quasi die in Silzium gegossene "Connected Limited Device Configuration" (CLDC) samt "KVM" (Kilobyte Virtual Machine) dar, die Java-Erfinder Sun Microsystems für den Einsatz in Mobiltelefonen vorgesehen hat. Eine ganze Reihe prominenter Hersteller hat bereits Java-Unterstützung für ihre Handys angekündigt, darunter Nokia, Siemens, Motorola, Symbian und fast alle japanischen Anbieter.