Datenbestand in Gefahr

Zu wenig Zeit für die Datensicherung

02.11.2007
Von Claude Unterleitner
Nur die Hälfte aller Mittelständler schafft es, alle relevanten Daten innerhalb der dafür verfügbaren Zeit zu sichern. Währenddessen ist die Datenmenge bei der Hälfte der Unternehmen in den letzten drei Jahren um über 50 bis 75 Prozent gewachsen. Dies ergab eine aktuelle Umfrage von Fleishman-Hillard.
Nur der Hälfte der Verantwortlichen in Klein- und Mittelunternehmen gelingt eine vollständige Sicherung der Daten in der vorgegeben Zeit.
Nur der Hälfte der Verantwortlichen in Klein- und Mittelunternehmen gelingt eine vollständige Sicherung der Daten in der vorgegeben Zeit.

Dramatisch: Ein Drittel (35 Prozent) der Verantwortlichen für die Datensicherung in Klein- und Mittelunternehmen kann in der vorgegebenen Zeit nur einen Teil der Daten sichern, weitere elf Prozent wissen nicht, ob das Zeitfenster dafür ausreicht.

Währenddessen sehen die Verantwortlichen des Mittelstands sehr wohl den Handlungsbedarf: 44 Prozent gaben an, "ihr Backup in den nächsten zwölf Monaten beschleunigen zu wollen". In der Frage, welche Kaufkriterien für Speichermedien relevant seien, antworteten 79 Prozent der Befragten, Zuverlässigkeit sei Ihnen am wichtigsten. Zwei Drittel nannten den Preis als wichtig. Die Hälfte wünscht sich Skalierbarkeit und 40 Prozent bevorzugen außerdem einfache Lösungen. Produktbezogene Merkmale spielen also eine größere Rolle als abstrakte Ziele wie etwa der Aufbau einer Infrastruktur für die Zukunft.

Weniger wichtig war den Befragten, ob die Speicherlösung auch in Zukunft Bestand haben wird: Lediglich für ein Drittel der Umfrageteilnehmer ist die Zukunftssicherheit der Applikation kaufentscheidend.
Weniger wichtig war den Befragten, ob die Speicherlösung auch in Zukunft Bestand haben wird: Lediglich für ein Drittel der Umfrageteilnehmer ist die Zukunftssicherheit der Applikation kaufentscheidend.

In der Prioritätenliste der kommenden zwölf Monate planen die meisten Verantwortlichen in Bezug auf die Datensicherung vor allem eine schnellere Wiederherstellung von Daten und den Aufbau oder Ausbau des bestehenden Speichernetzes sowie das Sicherstellen von Geschäftskontinuität. An Bedeutung zugenommen hat im Vergleich zu einer früheren Studie der Auftraggeber das Bewusstsein für die revisionssichere Archivierung aufbewahrungspflichtiger Daten: 44 Prozent im Vergleich zu 28 Prozent im Jahr 2006 stuften diesen Bereich als Schwerpunkt der kommenden zwölf Monate ein.

In der Realität zeigt sich allerdings, dass es oft an einer langfristigen Planung hinsichtlich Kosten und Strategie fehlt. Die Verantwortlichen sind sich in den meisten Fällen nicht klar darüber, wie groß das IT-Budget für eine Speicherinfrastruktur beträgt oder betragen sollte. Laut der Studie werden Speicherlösungen oft nach Bedarf gekauft, anstatt langfristig zu planen.

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