Wirtschaft, Bund und Länder optimistisch:

ZMI bald Fraunhofor-Teil

14.12.1984

NÜRNBERG (CW) - Fortschritte macht die Integration des Zentrums für Mikroelektronik und Informationstechnik (ZMI) in die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Wissenschaften.

Die Eingliederung des von der Wirtschaft errichteten ZMI in die von Bund und Ländern getragene Institution werde, wie der bayerische Wirtschaftsminister Anton Jaumann der Industrie- und Handelskammer Nürnberg mitteilte, von Bundesforschungsminister Heinz Riesenhuber und dem Senat der Fraunhofer-Gesellschaft unterstützt. Staat und Wirtschaft strebten an, den Gründungsbeschluß über die künftige Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Schaltungstechnik Erlangen bis zum April des kommenden Jahres möglich zu machen. Das ZMI soll nach dem Willen seiner Gründer dazu beitragen, insbesondere in der mittelständischen Wirtschaft eine breite Anwendung moderner Technologien zu ermöglichen.

Wie der Leiter des ZMI, Prof. Dr.-Ing. Dieter Seitzer erklärte, könne bereits jetzt ein wachsendes Auftragsvolumen festgestellt werden. Die Zahl der festen Mitarbeiter sei inzwischen auf 17 gestiegen. Die Geld- und Sachspenden aus der Wirtschaft und von Gebietskörperschaften hätten 5,7 Millionen Mark erreicht. Damit sei, wie der Förderkreisvorsitzende Georg Wäber erklärte, das ursprüngliche Förderziel bereits um fast 100 Prozent übertroffen worden.