IT-Service-Management

Zehn Vorurteile gegenüber Itil v3

Sabine Prehl ist freie Journalistin und lebt in München.
Ein Leitfaden räumt mit klassischen Missverständnissen und hartnäckigen Vorurteilen auf, die die Akzeptanz der neuen Itil-Version behindern.

Der Beratungs- und Schulungsanbieter Serview hat einen kostenlosen Leitfaden mit den zehn häufigsten Vorurteilen gegenüber Itil v3 auf seine Website gestellt. Die 14-seitige Praxishilfe setzt sich unter anderem mit den Statements auseinander, dass die neue Version des Regelwerks nur zu mehr Prozessen führe, dass ihre Einführung eine radikale Umstellung zur Folge habe oder dass die bisherigen Investitionen in Itil v2 "für die Katz" waren. Beleuchtet wird zudem, ob sich die Leistung der früheren Version des De-Facto-Standards für das IT-Service-Management (ITSM) nicht ausreicht, und ob eine umfassendere Standardisierung der IT-Prozesse zu Einbußen bei der Flexibilität führen könnte. Insgesamt führen die Autoren etwa drei Dutzend Argumente gegen landläufige Missverständnisse ins Feld und hinterlegen sie mit Fakten.

Grundsätzlich kann sich Serview-Geschäftsführer Markus Bause bei Schulungen auf die neue Itil-Version (IT Infrastructure Library) zwar über steigende Teilnehmerzahlen freuen. Es gebe aber nach wie vor Akzeptanzprobleme. Itil v3 sei eindeutig ein Schritt in die Zukunft für das IT-Service-Management. Wie oft bei komplexeren Ansätzen offenbare sich sein Charme allerdings erst bei genauerem Hinsehen. Die "enormen Vorteile" seien erst erkennbar, wenn das neue Regelwerk nicht durch die Brille von Itil v2 betrachtet werde. "Beide Versionen unterscheiden sich durch einen erheblichen Paradigmenwechsel, was häufig vernachlässigt wird und zu Irritationen führt." (sp)