Mediaplayer im Vergleich

Zehn preiswerte Mediaplayer im Test

22.06.2012 | von Eugen Schmitz
Bei Mediaplayern um 100 Euro sind nicht nur Angebot und Konkurrenz recht groß, sondern auch die Unterschiede. Wir haben zehn Modelle auf Herz und Nieren getestet.
Nur der Videoweb TV liefert über HbbTV Zugriff auf Mediatheken und andere TV-Infos. Das Angebot wächst ständig.
Nur der Videoweb TV liefert über HbbTV Zugriff auf Mediatheken und andere TV-Infos. Das Angebot wächst ständig.

Früher stapelten sich die Fotos in Schuhkartons, die Musik-CDs neben der HiFi-Anlage und die DVD-Sammlung am Fernseher. Heutzutage gibt es dafür den Computer. Und Mediaplayer lotsen Bild und Ton von dort zu Fernseher und Hi-Fi-Anlage. Das geschieht entweder über USB-Datenträger: Der Dune HD TV-101, der Philips HMP5000 und der Sony SMP-N200 bieten je einen USB-Anschluss, der Asus Oplay HD2 deren drei. Die Konkurrenz liegt mit zwei USB-Buchsen dazwischen. Die Player von Asus und Philips akzeptieren auch tragbare Festplatten mit E-SATA-Anschluss.

Der Philips HMP5000 und der Videoweb TV spielen Daten auch von SD-Speicherkarten ab, die Raidsonic IB-MP3011 Plus zusätzlich von MMC-Karten. Der AC Ryan Playon HD2, der Asus Oplay HD2 und der Xtreamer Sidewinder 2 bieten außerdem Einschübe für Memory-Sticks, der Asus-Player sogar für die bei Profi-Fotografen weit verbreiteten Compact-Flash-Speicherkarten.

Das Menü des AC Ryan Playon HD2 ist gefällig, aber einige Menüpunkte finden sich nicht dort, wo man sie erwartet.
Das Menü des AC Ryan Playon HD2 ist gefällig, aber einige Menüpunkte finden sich nicht dort, wo man sie erwartet.

Die Modelle von Asus, AC Ryan, Lacie, Raidsonic und Xtreamer bieten Platz für Festplatten. Der Lacie Lacinema Mini HD Bridge lässt sich über USB 2.0 mit Daten bespielen, die Konkurrenz nimmt über den schnelleren USB 3.0 Kontakt zum PC auf. Alle Player lassen sich über Ethernet-Kabel in ein Netzwerk einbinden. Die Modelle von AC Ryan, Raidsonic und Xtreamer erlauben dabei eine Daten-Höchstgeschwindigkeit von schnellen 1000 MBit/s, die Konkurrenz begnügt sich mit 100 MBit/s. Mit eingebautem WLAN gehen die Player von Dune HD, Lacie, Philips, Sony und Videoweb ins Rennen. Die anderen Geräte benötigen dafür einen passenden USB-Stick, beim Asus Oplay HD2 gehört der zum Lieferumfang.

Netzwerkprobleme bei sieben Mediaplayern

Die Benutzeroberfläche des Xtreamer Sidewinder 2 (im Bild die MP3-Befehlszentrale) ist futuristisch gestaltet.
Die Benutzeroberfläche des Xtreamer Sidewinder 2 (im Bild die MP3-Befehlszentrale) ist futuristisch gestaltet.

Der Zugriff auf den PC sollte über Mediaserver-Software oder über Netzwerk-Freigaben möglich sein – Letzteres war dem Sony SMP-N200 und dem Videoweb TV nicht möglich. Und nur der Lacie Lacinema Mini HD Bridge, der Philips HMP5000 und der Sony SMP-N200 konnten JPG-Fotos über DNLA einwandfrei darstellen. Die anderen Testgeräte zeigten nur grob verpixelte Bilder. Mit anderen Bilddateiformaten traten solche Schwierigkeiten übrigens nicht auf. Der Raidsonic IB-MP3011 Plus hatte ein weiteres Problem: Befanden sich beim Video- und Musik-Streaming via DLNA nichtunterstützte Dateien im Verzeichnis, entsprachen die abgespielten Dateien oft nicht den aufgerufenen Titeln.

Den Weg ins Internet schafften alle Mediaplayer. Was sie dort finden, unterscheidet sich jedoch sehr. Der LaCinema MiniHD Bridge zeigt nur Fotos von Picasa und Flickr, der Dune HD TV-101 gibt von Radiotime und Shoutcast Musik aus dem Internet wieder. Die Konkurrenz bot da mehr. Besonders der Syabas Popbox V8 und der Xtreamer Sidewinder 2 zeigten sehr viele meist englischsprachige Inhalte. Die besten deutschsprachigen Internet-Programme boten der Sony SMP-N200 und der Videoweb TV.

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