Altsysteme, Green IT & Co.

Zehn folgenschwere IT-Fehler

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Wer an veralteten Systemen festhält, darf sich über dauerhafte Probleme nicht wundern. Hier eine Liste der größten Gefahren.

Die meisten IT-Abteilungen konzentrieren sich zu sehr auf taktische Einzelschritte und verlieren damit die notwendige Modernisierung ihrer IT aus den Augen. Gartner warnt: Wird das Zusammenwirken aktueller Trends in der IT nicht rechtzeitig beachtet, laufen Unternehmen Gefahr, nicht mehr effektiv auf wirtschaftliche Anforderungen reagieren zu können. Selbst die isolierte Konzentration auf "Green IT", von Gartner selbst in den Rang eines Trendthemas erhoben, kann den IT-Betrieb gefährden.

Als Appell gegen Neuerungen möchten die Analysten ihre Einlassung nicht verstanden wissen. "Es ist verlockend, Veränderungen in der IT-Anwendungslandschaft einfach zu ignorieren", räumte Val Sribar, Group Vice President bei Gartner, ein. "Unternehmen, die bestimmte Signale ignorieren, werden Schwierigkeiten mit ihrer IT-Strategie bekommen. Erst wenn sie die entscheidenden Veränderungen verstehen, können sie einen effektiven Modernisierungsplan in ihrer IT umsetzen."

Gartner hat eine Liste mit zehn Auslösern zusammengestellt, die tief greifende Schwierigkeiten nach sich ziehen können. Dazu zählen übermäßige Investitionen in Altsysteme, unzeitgemäße Applikationen und schwierige Datenzugriffe (siehe Bilderstrecke). Um solche Kettenreaktionen zu vermeiden, plädiert Gartner für einen strategischen IT-Plan und warnt vor taktischen Investitionen mit kurzfristigen Effekten. CIOs sollten sich intensiv um eine Applikationsstrategie kümmern und Altsysteme wo möglich ablösen, rät Gartner-Fellow Andy Kyte.