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Auf der Suche nach Umsatz

YouTube zeigt ganze TV-Serienfolgen

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Auf dem Google-Videoportal YouTube laufen bald ganze Folgen von TV-Serien - wie im echten Fernsehen mit Werbung zur Monetarisierung.

Google sucht weiter nach Möglichkeiten, mit der enormen Popularität von YouTube auch Geld zu verdienen. Der Internet-Konzern versucht dies nun mit Fernsehserien, die zunächst ausschließlich von CBS kommen, zum Beispiel "The Young and the Restless", "90210", "Dexter" oder "Californication". Verhandlungen mit anderen Medienpartnern liefen bereits, erklärte YouTube.

YouTube will Werbung verkaufen, die vor, in und nach den Serienfolgen geschaltet wird. Der Inhalteanbieter, vorerst wie gesagt CBS, kann die Clips vermarkten; YouTube wird am Umsatz beteiligt.

Bislang war YouTube solch "traditioneller" Werbung gegenüber eher abgeneigt. Gleiches gilt allerdings auch für die Werbetreibenden, was das Umfeld der auf YouTube besonders verbreiteten kurzen und wenig vorhersagbaren Clips betrifft. Auf der anderen Seite funktioniert die Vermarktung anderer Websites mit längeren Videos, etwa ABC.com (Disney) oder Hulu (Fox/NBC Universal) sehr gut.

Google ist mit den YouTube-Einnahmen ganz offensichtlich unzufrieden. Erst in der vergangenen Woche wurden E-Commerce-Links eingeführt, über die YouTube-Nutzer die Songs aus Musikvideos von EMI und Universal Music bei iTunes oder Amazon MP3 bestellen können. Für jede so getätigte Bestellung erhält die Google-Tochter dann eine Provision.