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Yahoo! will das mobile Surfen vereinfachen

Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
Mit "Yahoo! Mobile" sollen Handy-Nutzer künftig einen einfachen Startplatz für die mobile Reise ins Web erhalten. Wie eine Art Portal soll es den Zugriff auf unterschiedliche Internet-Dienste vereinfachen.
Yahoo! Mobile startet ab sofort in den Beta-Test.
Yahoo! Mobile startet ab sofort in den Beta-Test.

Als Startpunkt ins mobile Internet, so Marco Boerries, Executive Vice President bei Yahoo! , soll die neue Plattform "Yahoo! Mobile" dienen. Den mobilen Einstiegspunkt ins Internet soll es sowohl als Web-Dienst, Programm für Smartphones und Apples iPhone geben. An einer Android-Version arbeiten die Entwickler noch.

Yahoo! Mobile präsentiert sich auf den mobilen Endgeräten quasi als Portal, das der User personalisieren kann. Es dient als zentrale Anlaufstelle für Bereiche wie Suche, Verbindungen mit Internet oder E-Mail oder Social Networks, aber auch für Punkte wie Informationen, etwa News. Zur Suche verwendet Yahoo! Mobile den hauseigenen Suchdienst "One Search", wartet allerdings mit für den mobilen Einsatz optimierten Features auf. So ist Yahoo! Mobile in de Lage, anhand der Mobilfunkzelle zu erkennen, wo sich der User aufhält (Location Based Service) und kann damit etwa die Suche nach einem Restaurant lokal begrenzen. Über den Punkt Verbindungen - neudeutsch als "Stay Connected" - bezeichnet, hat der Benutzer einen schnellen Zugriff auf seine unterschiedlichen Mail-Accounts oder Social Networks. Welche Dienste er dabei nutzen will, bestimmt der Handybesitzer selbst.

Ebenso kann er sich in unter dem Punkt Informationen seine verschiedenen News-Quellen selbst zusammenstellen oder seine favorisierten Web-Sites abspeichern. Eine andere Option ist, sich ein Auswahl von Topsites zu senden zu lassen.

Auf den ersten Blick wirkt das Konzept von Yahoo! Mobile nicht sonderlich revolutionär, denn in der einen oder anderen Form sind diese Funktionen eigentlich auf allen modernen Smartphones bereits vorhanden. Was den Yahoo!-Ansatz dennoch interessant macht, ist dass der Anwender nun einen zentralen Punkt erhält, um auf die unterschiedlichen Features zuzugreifen, und diese dabei an seine persönlichen Präferenzen anpassen kann. Abzuwarten bleibt, ob der User die Settings auch von einem Handy aufs andere (etwa vom iPhone zu einem Androud-Gerät) portieren kann. Dies würde gerade wechselwilligen Handy-Benutzer oder Usern, die beruflich und privat mit unterschiedlichen Geräten arbeiten, das Leben deutlich erleichtern.