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"Rich Ads in Search"

Yahoo! peppt Suche mit Werbung per Bild und Video auf

20.02.2009
Der Internet-Konzern Yahoo! blendet in seinen Suchergebnissen künftig auch Anzeigen mit Bildern und Videos ein.

Das Programm "Rich Ads in Search" sei zunächst nur in den USA verfügbar, eine Einführung in anderen Ländern werde aber geprüft, sagte eine Yahoo!-Sprecherin am Donnerstag in München. Das Unternehmen will die Anzeigen für die Werbewirtschaft attraktiver machen. Alle Suchmaschinenbetreiber einschließlich Marktführer Google bieten bislang nur Textwerbung im Umfeld der Suchergebnisse an.

Neu bei Yahoo!: Display-Werbung in Suchergebnissen
Neu bei Yahoo!: Display-Werbung in Suchergebnissen

Zum Start des Programm können zunächst nur Großunternehmen Werbung schalten. An den mehrmonatigen Tests nahmen unter anderem der Getränkekonzern Pepsi, die Baumarktkette Home Depot und der Tierfutterhersteller Pedigree teil. Wer den Namen dieser Unternehmen auf der US-Website www.yahoo.com eingibt, sieht über der Ergebnisliste bereits deren Logos, Fotos oder Werbespots.

Die neue Werbeform habe bei den Tests die durchschnittliche Zahl der Klicks um bis zu 25 Prozent ansteigen lassen und die Nutzer zu mehr Käufen animiert, erklärte Yahoo!. Das Programm mache die Werbung zu einem "einnehmenderen Erlebnis", sagte Yahoo!-Vorstandsmitglied Tim Mayer. "Videos sind fast noch mächtiger als nur Worte", sagte Pedigrees Marketingchef John Anton laut einem Bericht der "New York Times".

Die Werbekunden zahlen für den Dienst zunächst eine monatliche Gebühr. Eine Versteigerung wie derzeit bei Textfeldanzeigen üblich werde möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt, berichtete die Zeitung.

Yahoo! ist im Segment der Bannerwerbung stark vertreten, die auf stark frequentierten Seiten üblich ist. Im Suchmaschinenmarkt liegt das Unternehmen aus Kalifornien dagegen deutlich hinter Google. Im Dezember beantwortete der Marktführer 63 Prozent aller Anfragen in den USA, berichtete die Marktforschungsfirma ComScore Mittwochabend. Yahoo! wurde nur bei jeder fünften Suche genutzt (21 Prozent). (dpa/tc)