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Yahoo meldet 50 Prozent Umsatzplus

10.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein echter Lichtblick in der aktuellen Börsendepression ist das Ergebnis der US-Portalfirma Yahoo zum dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Sunnyvale weist in seiner Bilanz einen Nettogewinn von 28,9 Millionen Dollar oder fünf Cent pro Aktie aus (den zweiten in Folge) nach einem Fehlbetrag von 24,1 Millionen Dollar oder vier Cent je Anteilschein im Vorjahreszeitraum. Die Erwartung der Analysten, laut Thomson First Call vier Cent Gewinn pro Aktie, wurde leicht übertroffen. Allerdings hatte Yahoo bereits im ersten Quartal 64,1 Millionen Dollar Wertabschreibungen vorgenommen, die nun das zweite und dritte Vierteljahr entlasten.

Den Quartalsumsatz steigerte Yahoo von 166,1 Millionen Dollar im Berichtszeitraum des Vorjahres um 50 Prozent auf 248,8 Millionen Dollar. Die Einnahmen lagen damit am oberen Ende der eigenen Prognose von 225 bis 250 Millionen Dollar Umsatz. 59 Prozent der Einnahmen stammten noch aus der klassischen Werbung. Yahoo bemüht sich seit geraumer Zeit, die Abhängigkeit vom Banner-Geschäft zu verringern, und setzt dabei unter anderem auf neue Quellen wie Online-Stellenanzeigen, bezahlte Suchergebnisse und kostenpflichtige Dienstleistungen. Deren Anteil am Geschäft stieg von 27 Prozent im Vorjahresquartal auf inzwischen 41 Prozent an.

"Das abgeschlossene Quartal beweist, dass wir mit dem eingeschlagenen Kurs richtig liegen", glaubt Chief Ecxecutive Officer (CEO) Terry Semel. "Das ist eine Wachstums-Story." Für das gesamte Geschäftsjahr setzte Yahoo seine Umsatzprognose von zuvor 900 bis 940 auf 930 bis 955 Millionen Dollar hoch; für das Jahr 2003 rechnet das Unternehmen bereits mit Einnahmen von 1,075 bis 1,175 Milliarden Dollar. Das EBITDA-Ergebnis (vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) für 2002 schätzt Yahoo auf 190 bis 200 Millionen Dollar und für das kommende Jahr auf 250 bis 300 Millionen Dollar. (tc)