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Internet-Urgestein

Yahoo kämpft unter Marissa Mayer mit Werbeschwund

17.04.2013
Der Internetkonzern Yahoo hat zu Jahresbeginn weiteren Boden an die Rivalen Google und Facebook verloren.
Yahoo-Zentrale in Sunnyvale, Kalifornien
Yahoo-Zentrale in Sunnyvale, Kalifornien
Foto: Yahoo

Vor allem die Einnahmen aus grafischen Werbeanzeigen schrumpfen unter der Führung von Firmenchefin Marissa Mayer. Dabei war dieses Geschäftsfeld bislang das Paradepferd von Yahoo. Dass der Gewinn dennoch stieg, liegt an harten Einsparungen und einträglichen Beteiligungen wie am chinesischen Internetkonzern Alibaba.

Yahoo verdiente im ersten Quartal unterm Strich 390 Millionen Dollar (umgerechnet 297 Millionen Euro) und damit 36 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Kehrseite der Medaille: Jeder fünfte Mitarbeiter musste zwischenzeitlich gehen. Ende März arbeiteten noch 11.300 Menschen im Unternehmen. Mayer hatte kurz nach ihrem Amtsantritt Mitte vergangenen Jahres einen Firmenumbau angestoßen.

"Ich bin zufrieden mit Yahoos Leistung im ersten Quartal", erklärte Mayer am Dienstag nach US-Börsenschluss. Die Anleger waren weniger angetan von dem eingeschlagenen Kurs. Sie störten sich an dem schwachen Geschäft mit der Werbung. Alleine die Einnahmen aus den grafischen Anzeigen gingen um elf Prozent zurück, wodurch der konzernweite Umsatz um sieben Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar schrumpfte. Nachbörslich gab die Yahoo-Aktie um vier Prozent nach.

CEO Marissa Mayer kam 2012 vom Rivalen Google zu Yahoo.
CEO Marissa Mayer kam 2012 vom Rivalen Google zu Yahoo.
Foto: Yahoo

Der Verwaltungsrat hatte die Vorzeigemanagerin Mayer Mitte 2012 vom Rivalen Google abgeworben. Sie will Yahoo wieder zu einer der ersten Adressen im Internetgeschäft machen. Dazu versammelte sie ein neues Führungsteam um sich, schloss unrentable Bereiche wie in Südkorea und will mit neuen Diensten und Inhalten die Nutzer wieder an Yahoo binden. Sie will Yahoo auch stärker international ausrichten. Hauptrivalen sind dabei Google und Facebook, die beide einen starken Stand im Werbegeschäft haben.

Mayer hatte in den vergangenen Monaten mehrfach Schlagzeilen gemacht mit ihrem Führungsstil. Zuerst beorderte sie die vielen von zu Hause aus arbeitenden Beschäftigten ins Büro zurück. Allzu viele Mitarbeiter sollen das Privileg ausgenutzt haben, um an eigenen Projekten zu arbeiten. Dann kaufte sie dem britischen Teenager Nick D'Aloisio für einen Millionenbetrag seine iPhone-App Summly ab, die Zusammenfassungen von Nachrichten anzeigt. Die Technik soll nun in Yahoo-Produkte einfließen. (dpa/tc)