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Yahoo bringt Desktop-Suche auf den Markt

11.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Portal- und Suchmaschinenanbieter Yahoo hat mit "Yahoo Desktop Search" eine Suchfunktion für den PC freigegeben und zieht so mit den Konkurrenten Google, Ask Jeeves und Microsoft gleich. Die Firma hatte ein solches Tool im Dezember 2004 angekündigt. Wie bei den Mitbewerbern handelt es sich jedoch um eine Testversion.

Mit Desktop-Suchwerkzeugen können Anwender Informationen auf ihrer lokalen Festplatte finden. Damit sollen sich Dateien weit bequemer aufspüren lassen, als dies mit den Windows-Bordmitteln möglich ist. Funktionen dieser Art sind nicht grundsätzlich neu und Unternehmen wie Copernic Technologies vermarkten Desktop-Suchprogramme schon seit Jahren. Mit ihren PC-Programmen versuchen die konkurrierenden Anbieter von Internet-Suchmaschinen, ihre Kunden stärker an sich zu binden. Für die lokale wie auch für die Internet-Suche soll der Surfer künftig nur noch eine Search Engine nutzen. Zudem schaffen sich die Firmen auf diese Weise zusätzliche Werbefläche, indem sie Anzeigen in der Benutzeroberfläche der PC-Suchmaschine platzieren.

Im Gegensatz zu den Mitstreitern hat Yahoo sein Suchprogramm nicht selbst entwickelt und auch keine Übernahme getätigt, sondern nutzt die Technik des Kooperationspartners X1 Technologies. Die Desktop Search Engine von Yahoo indiziert etwa 200 Dateiformate. Unter anderem verarbeitet die Software Dateien, die mit Word, Excel, Powerpoint, "Adobe Acrobat" oder "Photoshop" erzeugt wurden. Ferner durchsucht das Yahoo-Tool die E-Mail-Nachrichten nebst Attachements in Outlook sowie Outlook Express. Bisher läuft Yahoo Desktop Search nur unter Windows 2000 sowie Windows XP und setzt den Internet Explorer voraus. (fn)