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Türkei und Spanien

Xing schreibt Auslandstöchter ab

01.03.2012
Teure Abschreibungen haben das Karriere-Netzwerk Xing im vergangenen Jahr in die Verlustzone gezogen.
Xing-Chef Stefan Groß-Selbeck sieht auch im deutschsprachigen Raum noch jede Menge Wachstumspotenzial.
Xing-Chef Stefan Groß-Selbeck sieht auch im deutschsprachigen Raum noch jede Menge Wachstumspotenzial.
Foto: Xing

Unter dem Strich stand ein Verlust von 4,6 Millionen Euro nach einem Gewinn von 7,2 Millionen ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Mittwochabend in Hamburg mitteilte. Grund war, dass sich die in den Jahren 2006 bis 2009 übernommenen Unternehmensbeteiligungen in der Türkei und Spanien als weniger wertvoll erwiesen als gedacht. Insgesamt summierten sich die Wertberichtigungen nun auf 14,4 Millionen Euro.

Im eigentlichen Geschäft ging es allerdings mit mehr Kunden, mehr Umsatz und einem höheren operativen Gewinn deutlich aufwärts. Die Aktionäre sollen erstmals mit einer Dividende an dem Erfolg teilhaben und je Anteilsschein 56 Cent erhalten.

Die Zahl der Xing-Mitglieder legte im vergangenen Jahr allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz von 4,5 Millionen auf 5,3 Millionen zu. Weltweit kam Xing auf 11,7 Millionen Mitglieder. Der Umsatz kletterte um 22 Prozent auf 66,2 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um ein Drittel auf 22,2 Millionen Euro. Dazu trugen unter anderem die Erlöse aus der Werbung bei: Sie stiegen um 35 Prozent auf 5,3 Millionen Euro. Die Umsätze aus den kostenpflichtigen Premium-Mitgliedschaften legten lediglich um knapp acht Prozent auf 45,6 Millionen Euro zu.

Xing-Chef Stefan Groß-Selbeck will den Wachstumskurs halten: "Wir sehen das Potenzial, die Anzahl unserer Mitglieder im deutschsprachigen Raum in den kommenden Jahren zu verdoppeln", sagte der Manager. (dpa/tc)