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Aber rote Zahlen durch Abschreibungen

XING legt 2009 ordentlich zu

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Das Netzwerk für Geschäftskontakte XING hat 2009 ordentlich zugelegt.
XING-Chef Stefan Groß-Selbeck
XING-Chef Stefan Groß-Selbeck
Foto: Xing

Der Umsatz der Hamburger XING AG stieg im Geschäftsjahr 2009 um 28 Prozent auf 45,1 Millionen Euro (2008: 35,3 Millionen), wie das Unternehmen mitteilte. Das Umsatzplus sei vor allem dem Zuwachs zahlender Premiumkunden zu verdanken, so XING, deren Zahl von 550.000 um 25 Prozent auf 687.000 wuchs. XING verzeichnet mittlerweile insgesamt 8,75 Millionen Mitglieder (2008: sieben Millionen) weltweit. In Deutschland waren zu Ende 2008 inzwischen 3,74 Millionen Menschen mit einem Profil bei XING eingetragen nach 2,89 Millionen ein Jahr zuvor.

Das EBITDA-Ergebnis von XING für 2009 lag mit 11,8 Millionen knapp unter den 12,2 Millionen Euro des Vorjahres. Unterm Strich stand indes ein Fehlbetrag von 1,7 Millionen Euro. Der geht neben einem gestiegenen Personalaufwand für neue Geschäftsfelder wie E-Recruiting und Advertising primär auf das Konto außerplanmäßiger Abschreibungen (Wertberichtigungen auf Beteiligungen und Akquisitionen, beispielsweise wurde der Nachrichten-Service Socialmedian komplett abgeschrieben) in Höhe von 5,4 Millionen Euro im vierten Quartal.

Abzüglich der Einmaleffekte ergibt sich ein bereinigtes Ergebnis. Der von eBay zu XING gewechselte Firmenchef Stefan Groß-Selbeck glaubt: "Unser Unternehmen hat in 2009 die Weichen für weiteres Wachstum gestellt". Dass sich die Investitionen in neue, B2B-lastigere Geschäftsfelder gelohnt hätten, werde sich insbesondere zeigen, sobald der derzeit konjunkturell bedingt äußerst schwache Jobmarkt wieder anziehe.