Business-Netzwerk

Xing bekommt eine öffentliche API

Thomas Cloer
Thomas Cloer ist verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Email:
Connect:
Das Netzwerk für Geschäftskontakte Xing schaltet heute seine öffentlich zugängliche Programmierschnittstelle frei.
Xing-Chef Thomas Vollmoeller
Xing-Chef Thomas Vollmoeller
Foto: Xing

Über die API (Application Programming Interface) können externe Entwickler einer Mitteilung zufolge auf ausgewählte Bestandteile der Xing-Plattform zugreifen, diese in andere Programme oder Webseiten integrieren oder ganz neue Anwendungen damit erstellen. Für die vorangegangene mehrmonatige geschlossene Betaphase hatten sich nach Angaben von Xing mehr als 3000 Entwickler registriert und rund 200 Apps produziert.

"Künftig ermöglicht die API die Nutzung von Xing in ganz neuen Zusammenhängen - die Integration in E-Mail-Programme ist genauso denkbar wie in CRM-Systeme oder Navigationsdienste im Auto", sagt der zuständige Produkt-Manager Björn Minkmar. "Wir freuen uns auf viele weitere Ideen und Anwendungen, der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt."

Auf dem ergänzenden Entwickler-Portal dev.xing.com werden ab heute Nachmittag erste ausgewählte Anwendungen vorgestellt, die die Bandbreite Möglichkeiten aufzeigen sollen. Unter anderem hat HootSuite Xing in sein Social-Media-Management-Tool eingebunden, Cobook ermöglicht einen Abgleich der Xing-Kontakte über ein Adress-Synchronisations-Tool und Twofloats eine iPhone-App, die abhängig vom Standort auf berufliche Kontakte in der Nähe hinweist.

Entwickler können sich auf dem Portal mit ihren Xing-Benutzerdaten anmelden, um umgehend Zugang zu der API zu erhalten. Vor der öffentlichen Freischaltung einer Applikation erfolgt aber natürlich eine Verifikation des Entwicklers und der App.

Xing-Mitglieder behalten auch bei der Nutzung von Dritt-Anwendungen die volle Kontrolle über die eigenen Daten. Eine Anwendung kann erst auf die Plattform zugreifen, wenn der Nutzer dies erlaubt; Xing verwendet hierfür den De-facto-Branchenstandard OAuth. Ein einmal gestatteter Zugriff lässt sich natürlich auch jederzeit wieder rückgängig machen.

Newsletter 'Nachrichten morgens' bestellen!
 

Wolfgang Herrmann
Die Xing-App in der HootSuite funktioniert schon mal. Twitter, Facebook, LinkedIn, Google+ und jetzt auch Xing in einem Dashboard gefällt mir.

comments powered by Disqus