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Xerox will in Q4 wieder schwarze Zahlen schreiben

29.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der zuletzt finanziell angeschlagene US-Konzern Xerox Corp. kommt mit seinem Restrukturierungsplan schneller voran als erwartet. CEO (Chief Executive Officer) Anne Mulcahy zeigte sich auf der Hauptversammlung des Unternehmens zuversichtlich, dass der noch immer mit dem Image eines Kopiererherstellers belastete Hightech-Anbieter im vierten Quartal wieder in die Gewinnzone zurückkehren werde. Mulcahy räumte aber auch ein, dass Unternehmen sei von einem "regelrechten Sturm" von Problemen beinahe weggefegt worden. Diese Probleme seien zumindest teilweise "hausgemacht" gewesen. Firmenveteranin Mulcahy (48) war im vergangenen Juli auf den Xerox-Chefsessel befördert worden.

Produktseitig setzt der Hersteller laut "Wall Street Journal" übrigens große Hoffnung auf sein kommendes Highend-Drucksystem "FutureColor", das 100 Farbseiten pro Minute ausspuckt und die Kosten für Farbdruck um bis zu 50 Prozent (auf fünf Cent pro Blatt) senken soll. Ein voll ausgestattetes System soll allerdings ein halbe Million Dollar kosten - dreimal so viel wie die aktuellen "Docuprint"-Topmodelle und nur für echte Großanwender interessant. Den Entwicklungsaufwand für die FutureColor beziffert Xerox mit einer Milliarde Dollar. Konkurrenz droht zunächst bestenfalls von Nexpress, dem Joint Venture von Heidelberg und Kodak. Dieses wird seine mit einer 70-Seiten-Engine bestückte "Nexpress 2100" zum "Schnäppchenpreis" von 350.000 Dollar auf den Markt bringen.