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Xerox schreibt wieder schwarze Zahlen

26.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Xerox hat nach über einem Jahr erstmals wieder schwarze Zahlen geschrieben und für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Nettogewinn von 93 Millionen Dollar oder zwölf Cent ausgewiesen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte der Kopiererriese einen Verlust von 101 Millionen Dollar oder 14 Cent gemeldet. Die Einnahmen gingen von 4,28 Milliarden Dollar uum 7,7 Prozent auf aktuell 3,95 Milliarden Dollar zurück. Die Analysten hatten laut First Call/Thomson 3,9 Milliarden Dollar Umsatz und zwei Cent pro Aktie Verlust erwartet.

"Wir fühlen uns gut angesichts der Zahlen, aber nicht großartig", kommentierte Chairman Anne Mulcahy das Resultat, das nach Buchhaltungsskandalen und Entlassungen der Vergangenheit einen Hoffnungsschimmer darstellt. Anfang des Monats hatte Xerox seine Bilanzen für 1997 bis 2001 revidiert, in denen sechs Milliarden Dollar zu früh verbucht und 1,41 Milliarden Dollar Vorsteuergewinn zu viel ausgewiesen worden waren. 210 Millionen Dollar Umsatz in der aktuellen Bilanz stammen aus der von der US-Börsenaufsicht erzwungenen Revision.

Mittelfristig erwartet Xerox weiterhin Umsätze unter Vorjahresniveau. Für das zweite Halbjahr soll trotzdem insgesamt ein Nettogewinn zwischen neun und zwölf Cent pro Aktie herausspringen. An der US-Börse schloss die Xerox-Aktie gestern zum Fixing um 85 Cent höher bei 6,20 Dollar. (tc)