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Xerox rechnet mit deutlich höherem Verlust

15.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der angeschlagene US-Konzern Xerox rechnet in seinem dritten Fiskalquartal mit einem Nettoverlust von 27 bis 30 Cent je Aktie. Fünf Cent pro Anteilschein gehen dabei auf das Konto von Restrukturierungsmaßnahmen. Analysten waren nach einer Umfrage von First Call/Thomson Financial von einem Pro-Forma-Verlust von zwölf Cent je Aktie ausgegangen. Der Umsatz des Kopierer- und Druckerspezialisten soll nach eigenen Angaben bei 3,8 bis vier Milliarden Dollar liegen. Im vergleichbaren Vorjahresquartal belief sich der operative Verlust auf 20 Cent je Aktie bei Einnahmen von 4,5 Milliarden Dollar.

Als Ursache für die schlechten Zahlen bemühte Xerox unter anderem - wie viele andere Unternehmen derzeit - die jüngsten US-Terroranschläge. Diese sowie ungünstige Währungseffekte beeinflussten die Vertriebszahlen in den letzten zwei Septemberwochen, die normalerweise zu den stärksten im dritten Fiskalquartal zählen. Trotz allem gab sich Xerox-Chefin Anne Mulcahy "vorsichtig optimistisch" bezüglich des anvisierten Ziels, im vierten Geschäftsquartal auf operativer Basis schwarze Zahlen zu schreiben.

Die Anleger reagierten kaum auf die Nachrichten: Das Xerox-Papier sank am vergangenen Freitag um fünf Cent und notierte zum Börsenschluss bei 8,09 Dollar.