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Xerox meldet 222 Millionen Dollar Quartalsgewinn

27.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Xerox scheint den Turnaround wirklich geschafft zu haben: Dank hoher Nachfrage seinen digitalen und Color-Produkten erzielte der Kopierer- und Druckerhersteller im Ende Dezember abgeschlossenen vierten Fiskalquartal einen Nettogewinn von 222 Millionen Dollar oder 22 Cent pro Aktie im Vergleich zu 19 Millionen Dollar oder einem Cent je Anteilschein im Vorjahreszeitraum. Drei Cent pro Aktie Gewinn stammen aktuell aus einem Zugewinn aus reduzierten Rückstellungen für Prozesskosten, das Vorjahresquartal wurde durch negative Einmaleffekte in Höhe von 140 Millionen Dollar für Restrukturierung und Wertberichtigungen beeinträchtigt.

Den Quartalsumsatz steigerte Xerox im Jahresvergleich von 4,25 Milliarden Dollar um 0,9 Prozent auf 4,29 Milliarden Dollar; vom "Wachstum" müsste man eigentlich aber sechs Prozentpunkte für positive Währungseffekte abziehen. Xerox selbst hatte für das Vierteljahr zwischen 13 und 16 Cent Gewinn je Anteilschein erwartet; die von Thomson Frist Call befragten Analysten hatten auf 15 Cent pro Aktie getippt.

Xerox erlöste aus dem Verkauf seiner Geräte im Berichtszeitraum elf Prozent mehr als ein Jahr zuvor (davon sieben Prozent durch die Dollarschwäche). Die Einnahmen aus dem Geschäft mit Farbprodukten wuchsen sogar um 20 Prozent. Rund 60 Prozent der abgesetzten Produkte waren innerhalb der letzten zwei Jahre herausgebracht worden, was einen starken Return on Investments reflektiere. Das Umsatzwachstum sieht Xerox gebremst durch seinen Ausstieg aus dem SOHO-Markt im Jahr 2001.

Effizientes Cash Management habe im vierten Quartal einen operativen Cash Flow von rund einer Milliarde Dollar ergeben, so Xerox, das seine Barreserven zu Ende des Fiskaljahres mit 2,5 Milliarden Dollar beziffert. Für das Geschäftsjahr 2003 wies das Unternehmen einen Reingewinn von 360 Millionen Dollar oder 36 Cent pro Aktie aus nach 91 Millionen Dollar oder zwei Cent je Anteilschein im Vorjahr. Das aktuelle Ergebnis wird durch 17 Cent pro Aktie für Prozesskosten und fünf Cent je Anteilschein für die Umschuldung einer Kreditlinie belastet. Der Jahresumsatz ging von 15,85 Milliarden Dollar im Jahr 2002 geringfügig auf 15,7 Milliarden Dollar zurück.

Konzernchefin Anne Mulcahy äußerte sich angesichts des heute vor Öffnung der US-Börsen veröffentlichten Quartals- und Jahresergebnisses erfreut. Für das laufende Quartal erwartet sie "positive Performance" und weiter steigende Verkäufe, nannte aber keine genaueren Zahlen. (tc)