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Xerox hat Kreditrahmen ausgeschöpft

22.12.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der finanziell angeschlagene Kopiererhersteller Xerox hat seinen Kreditrahmen von sieben Milliarden Dollar ausgeschöpft und für das vierte Fiskalquartal einen höheren Verlust angekündigt, als von Analysten erwartet. Die US-Company rechnet mit einem höheren Defizit als im dritten Quartal, als sie ein Minus von 167 Millionen Dollar oder 26 Cent je Aktie auswies. Marktexperten hatten im letzten Vierteljahr mit einem Verlust von sieben Cent pro Anteilschein gerechnet.

Xerox bemühte sich, die Anleger mit seiner inzwischen verbesserten Bargeldsituation zu beruhigen: Die Cash-Reserven des Unternehmens sind seit dem dritten Quartal von 154 Millionen auf 1,4 Milliarden Dollar gestiegen. Dabei flossen 550 Millionen Dollar durch den Verkauf von Unternehmensbesitz in China in Xeroxs Kassen. Zudem komme die derzeitige Restrukturierung, die Kosten von einer Milliarde Dollar einsparen soll, gut voran, versicherte der Kopiererexperte. Ferner erwägt Xerox, die Hälfte seines 50-prozentigen Anteils an Fuji Xerox an Fuji Photo Film zu verkaufen. Dadurch könnte die US-Company vier Milliarden Dollar einnehmen.

Die Anleger reagierten enttäuscht auf die Unternehmensnachrichten: Das Xerox-Papier fiel am gestrigen Donnerstag um 20 Prozent und notierte zum Börsenschluss bei 4,81 Dollar.