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Xbox 360 bleibt teuer und wird schwarz

11.07.2007
Anders als Sony will Microsoft den Preis seiner Spielkonsole Xbox 360 nicht senken. Dafür gibt es ein paar interessante Neuerungen.

Microsoft plant für seine Xbox 360 trotz des harten Wettbewerbs in der Branche vorerst keine Preissenkung. "Die Kunden schauen nicht allein auf den Preis", sagte Microsoft-Xbox-Manager Peter Moore der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vor der Videospielemesse E3 im kalifornischen Santa Monica. Vor wenigen Tagen hatte Konkurrent und Marktführer Sony den Preis für seine PlayStation 3 in den USA um 100 Dollar gesenkt. Der japanische Elektronikkonzern hat mit der PS3 die technisch aufwendigste und teuerste Konsole im Markt.

Microsoft setzte für seine Xbox 360 dagegen auf ein umfangreiches Spieleangebot. Bis Ende des Jahres werde es mehr als hundert neue Spiele für die Xbox 360 geben, kündigte Moore an. Mit dem erstmals auf der E3 präsentierten Rate-Quiz "Scene-it" baut Microsoft zudem sein Angebot aus, das sich nicht speziell an die Kernzielgruppe der so genannten Hardcore Gamer richtet. Vor wenigen Tagen hatte sich der Chef des weltgrößten Spieleanbieters Electronic Arts (EA) überraschend kritisch über die Branche geäußert. "Wir langweilen die Leute zu Tode und bringen Spiele heraus, die immer schwerer zu spielen sind", so John Riccitiello. An der Kritik sei durchaus etwas Wahres, stimmte Moore zu. "Wir brauchen natürlich Spiele für jeden."

Microsoft hat seit Einführung der Xbox 360 vor 18 Monaten nach eigenen Angaben 11,6 Millionen Geräte weltweit verkauft. Das interne Ziel lag bei zwölf Millionen. Allein in den USA stünden 5,6 Millionen Geräte in den Haushalten, das seien fast fünf Mal so viele wie bei Sonys PS3, sagte Moore. Mit dem Marktstart der Konsolen der neuen Generation hatte Microsoft über ein Jahr Vorsprung vor Sony und Nintendo. Sony hatte lange Zeit mit Produktionsproblemen unter anderem wegen des neuartigen Blu-ray-Players zu kämpfen gehabt.

Zudem hat Microsoft bestätigt, dass die schwarze "Elite"-Version der Xbox 360 auch nach Europa kommt. Ab dem 24. August ist das Gerät mit HDMI-Anschluss und 120-GB-Festplatte in der Alten Welt zu haben, ein Preis steht noch nicht fest. Der bereits in den USA vor einem Jahr gestartete Xbox Live Video-Marktplatz wird bis Ende des Jahres ebenfalls in Europa eröffnet. In den USA sind über den Dienst derzeit über 2.300 Stunden Filmmaterial von 28 Sendern und Studios verfügbar, ein Teil davon als HD-Version. Angefüllt wird das Material mit 35 Spielfilmen aus dem Hause Disney, die künftig über den Live-Service on Demand zur Verfügung stehen. Ein diesbezügliches Abkommen wurde von Microsoft jetzt bekannt gegeben. (dpa/ajf)