Eingebaute Virtualisierung

Wyse und Novell trimmen SUSE Linux auf Thin Clients

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Mit Wyse Enhanced SUSE Linux Enterprise können Unternehmen Thin Clients auf einfache Weise in virtualisierte Desktop-Landschaften einbinden.

Im vierten Quartal dieses Jahres wird Wyse Technology mobile Thin Clients vom Typ X50L mit einer speziell angepassten Version von Novells SUSE Linux auf den Markt bringen. Die Geräte lassen sich in Microsoft Active-Directory-Umgebungen einbinden und bringen über die vorinstallierte Linux-Distribution eine Reihe von Optionen zur Virtualisierung mit.

Das Betriebssystem unterstützt sowohl die Wyse-eigene Virtualisierungs-Suite als auch Systeme von Drittherstellern. Dazu gehören etwa der XenDesktop von Citrix und VDI von VMWare. Das Linux-Paket bietet unter anderem den Gnome-Desktop, den Browser Firefox und einen Terminal-Emultator. Neben den Virtualisierungsoptionen ist die Linux-Distribution mit einem ICA-Client von Citrix und einem RDP-Client von Microsoft ausgestattet.

Wyse und Novell setzten große Hoffnungen in den Markt für schlanke Client-Rechner mit dem Open-Source-Betriebssystem. Nach einer IDC-Prognose sollen die Verkäufe von Linux-basierenden Thin Clients von einer Million Geräte im laufenden Jahr auf 1,8 Millionen im Jahr 2011 steigen. Bis dahin könnte sich der Marktanteil von Linux auf allen Thin-Client-Devices auf mehr als 30 Prozent vergrößert haben, so die Marktforscher. Sie führen die wachsende Popularität des Open-Source-Betriebssystems einerseits auf potenzielle Einsparungen (TCO = Total Cost of Ownership) zurück. Andererseits verlören Desktop-Betriebssysteme mit dem Vordringen von Virtualisierungstechniken zunehmend an Relevanz.