Apple-Entwicklerkonferenz

WWDC 2016: Live-Stream bei Apple

Peter Müller ist der Ansicht, dass ein Apple täglich den Arzt erspart. Sei es iMac, Macbook, iPhone oder iPad, was anderes kommt nicht auf den Tisch oder in die Tasche. Seit 1998 beobachtet er die Szene rund um den Hersteller von hochwertigen IT-Produkten in Cupertino genau. Weil er schon so lange dabei ist, kennt er die Apple-Geschichte genau genug, um auch die Gegenwart des Mac-Herstellers kritisch und fair einordnen zu können. Ausgeschlafene Zeitgenossen kennen und schätzen seine Beiträge im Macwelt-Morgenmagazin, die die Leser werktags pünktlich um acht Uhr morgens in den nächsten Tag mit Apfel und ohne Doktor begleiten. Privat schlägt sein Herz für die Familie, den FC Bayern, sechs Saiten, Blues-Skalen und Triolen im Shuffle-Rhythmus.
Die WWDC beginnt am Montag, Apple überträgt die Keynote wieder live. Wir werden die Geschehnisse einordnen.
Hello from the other side...
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Vor einem Jahr hatte Apple die WWDC am 8. Juni eröffnet und seinem neuen Musikdienst Apple Music einen großen Teil der Keynote gewidmet. In diesem Jahr wird Apple Music wieder ein wenig in den Hintergrund treten, Tim Cook, Craig Federighi, Phil Schiller und Kollegen haben somit mehr Zeit, sich den Details der neuen Betriebssystem für Mac, iPhone/iPad, Apple TV und Apple Watch zu widmen.

Hier steht auch einiges an Neuerungen an, aller Voraussicht nach zieht Siri auf den Mac ein. Lange hat Apple keinen Schnitt mehr gemacht und neue Betriebssysteme wie zuletzt OS X 10.11 El Capitan ließen sich auch auf deutlich älteren Rechnern installieren, unter Umständen jedoch mit eingeschränktem Funktionsumfang. Da Siri gewiss hohe Systemanforderungen an die Hardware stellen wird, kann man davon ausgehen, dass das kommende MacOS 12 Malibu (so unser Tipp auf die neue Nomenklatur und den Spitznamen) nicht mehr auf allen Macs laufen wird, die mit Mavericks, Yosemite und El Capitan zurecht kommen.

Weniger spektakulär sollten die Änderungen in iOS 10 ausfallen, die werden sich im Zusammenspiel mit dem Mac ergeben. So wäre vorstellbar, dass sich Macs künftig per Touch-ID-Gerät entsperren lassen. Ob Apple auf ein neues Dateisystem setzt, ist derzeit nur Spekulation – den Datentausch zwischen den Plattformen sollten die Entwickler aber auf alle Fälle vereinfachen.

Wenig Hardware-News zur Apple Watch

Viel Luft nach oben besteht bei der Apple Watch. Und zwar nicht nur hinsichtlich ihrer Hardware, Stichwort: Neue Sensoren. Die Apple Watch werden wir vor Herbst aber kaum zu Gesicht bekommen, ein WatchOS 3 könnte aber einige Hinweise auf die Leistungsfähigkeit des kommenden Modells geben. Seit dem ersten Juni dürfen Entwickler nur noch Apps in den App Store einreichen, die nativ auf der Apple Watch laufen, die damit als bloße Display-Verlängerung ausgedient hat. Der nächste Schritt könnte eine Art von Multitasking werden. Im Zusammenhang mit der Apple Watch ist vor allem der Bezahldienst Apple Pay interessant, wir erhoffen neue Informationen zum weiteren Ausbau der Infrastruktur. Angeblich soll die Schweiz das erste Land in Kontinentaleuropa werden, in dem man mit dem iPhone oder der Apple Watch wird bezahlen können.

Neues ist auch von tvOS zu erwarten, das Apple erst im letzten September für das Apple TV 4 auf neue Beine gestellt hat. Die Settopbox, die jahrelang in Apples Angebot einfach nur mitgelaufen ist, erfreut sich immer größerer Beliebtheit, Entwickler – und um die geht es ja vorwiegend auf der WWDC – freuen sich über den neuen Distributionskanal für ihre Apps.

Und Apple Music? Einen eigenen Programmpunkt wird der Dienst eher nicht bekommen, doch dürften prominente Musiker die Show am Montag anreichern. Apple wird seine Hausaufgaben bezüglich der Verbesserung und Vereinfachung des Angebotes gemacht haben, Apple Music spielt daher sowohl für MacOS 12 als auch für iOS 10, WatchOS 3 und tvOS 10 eine bedeutende Rolle.

Wie in den vergangenen Jahren wird Apple die Keynote der WWDC live streamen, über seine eigene Website und das Apple TV. Für den Empfang auf iPhone und iPad ist Safari ab iOS 7 Voraussetzung, auf dem Mac mindestens OS X 10.8.5. Windows-10-Nutzer können mit dem Browser Edge die Keynote verfolgen, Apple-TVs der Generationen zwei, drei und vier taugen ebenso für die Übertragung. (Macwelt.de/mb)