6Wunderkinder-Aufgabenplaner

Wunderlist 2 mit ruckeligem Start

Thomas Cloer
Thomas Cloer ist verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
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Das Berliner Startup 6Wunderkinder hat gestern und damit wie versprochen vor Weihnachten die neue Version 2 seiner Aufgabenverwaltung "Wunderlist" veröffentlicht.
Uuuups - das Backend der 6Wunderkinder ist überlastet.
Uuuups - das Backend der 6Wunderkinder ist überlastet.

Die wichtigsten Neuerungen in Wunderlist 2 sind native Apps für Windows, Mac, iPhone und Android (die waren früher Cross-Platform mit Titanium) sowie Web, ein verbesserter Cloud-Sync über alle Plattformen hinweg sowie Erinnerungen, wiederkehrende und Unteraufgaben. Listen lassen sich mit Kontakten aus dem jeweiligen Geräte-Adressbuch oder Facebook-"Freunden" teilen.

So weit zur Theorie. Doch in der Praxis funktioniert das Ganze noch nicht - eine Anmeldung über die Desktop-Apps und via Web scheitert an Fehlermeldungen wie "Ein unerwarteter Fehler ist aufgetreten" oder "Uuups, scheinbar konnten wir den Server nicht erreichen". Außerdem ist offenbar die Datenübernahme aus der Vorversion serverseitig noch nicht erledigt, was dann die wenigen Nutzer feststellen müssen, die bereits mit ihren Desktop-Apps und Browsern zu den Servern der 6Wunderkinder durchkamen.

Angesichts der Popularität von Wunderlist ist es nicht unbedingt verwunderlich, dass das Backend zum Start der neuen Version in die Knie geht. Auf der anderen Seite haben die Berliner reichlich Erfahrung mit mangelnder Skalierbarkeit gesammelt (Stichwort Wunderkit), sodass man eine bessere Vorbereitung auf den Ansturm erwartet hätte. Bleibt zu hoffen, dass die 6Wunderkinder ihre Systeme bald stabilisieren können. Ansonsten droht Wunderlist 2 ein DOA.

Sowieso stellt sich die Frage nach dem Geschäftsmodell für Wunderlist. Apps und Service sind für den Nutzer kostenlos, ein Freemium-Konzept ist bisher auch nicht angekündigt. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.

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Marita
Man hätte ja auch erwarten können, dass so ein Versionswechsel nicht ausgerechnet in der Stresshochzeit vor Weihnachten und Jahresende stattfindet, wenn wirklich jeder einen funktionierenden Aufgabenplaner braucht. Und dass ein genaues Datum bekanntgegeben wird, statt wolkig von "vor Weihnachten" zu sprechen. Ich habe die Änderungen von 2,5 Tagen verloren und keine Hoffnung mehr, dass die noch mal auftauchen. Die Druck- und Mailfunktion ist für Januar versprochen und diverse neue Funktionen wenig durchdacht. Man könnte beinahe meinen, die benutzen ihr eigenes Tool nicht ...

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