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6Wunderkinder rudert zurück

Wunderkit doch eher free als Freemium

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Das Berliner Start-up 6Wunderkinder hat das geplante Preismodell für seine Collaboration-Plattform "Wunderkit" geändert.

Damit wollen die Berliner offenbar in Sachen Wunderkit retten, was noch zu retten ist - nach dem ersten Rummel ist es reichlich ruhig geworden um die neue Plattform, die viele Nutzer nach dem ersten Probieren offenbar doch in die Schublade "formschön und zweckfrei" gesteckt haben.

Wie auch immer: Nach der Öffnung von Wunderkit für alle Interessierten früher in diesem Monat wurde prompt Kritik an dem zeitgleich angekündigten Freemium-Modell laut. Viele Interessierten gefiel die Einschränkung nicht, dass nur zahlende Kunden an Projekten von anderen Nutzern würden arbeiten können.

Die Kritik habe man sehr wohl vernommen, schreibt Matthew Bostock im 6Wunderkinder-Blog - und dann entschieden, dass sie berechtigt ist. Weswegen nun beschlossen wurde, Collaboration nicht mit einem Preisschild zu versehen. Sprich: Jeder Wunderkit-Nutzer kann auch in Zukunft unbegrenzt viele Workspaces anlegen und unbegrenzt viele andere dorthin einladen.

Geld verdienen will und muss 6Wunderkinder natürlich trotzdem. Das Business-Modell sieht nun so aus, dass zahlende Nutzer bei künftigen integrierten Apps der Wunderkit-Plattform eine luxuriösere Ausstattung erhalten - zum Beispiel mehr Speicherplatz in "Files". Ein Pro-Account für Nutzer, die Wunderkit im Vollausbau wollen oder benötigen, wird knapp 5 Dollar pro Monat kosten.