Accenture-Studie

Woran SAP-Optimierung scheitert

26.09.2011 | von Christiane Pütter (Autor) 
Christiane Pütter ist freie Journalistin.
Die Mehrheit der CIOs würde gern SAP-Prozesse harmonisieren. Doch solche Projekte scheitern am Aufwand, am Geld - und am Widerstand der betroffenen Fachbereiche.
Notwendigkeiten in punkto SAP-Optimierung laut einer Accenture-Studie.
Notwendigkeiten in punkto SAP-Optimierung laut einer Accenture-Studie.
Foto: Accenture

Der Münchener Komiker Karl Valentin erklärt es so: "Mögen hätten wir schon wollen, nur dürfen haben wir uns nicht getraut." Ganz ähnlich verhält es sich mit der Optimierung von SAP-Systemlandschaften. Viele IT-Entscheider wollen, doch sie scheuen den Aufwand, haben kein Geld oder können sich nicht gegen die Fachbereiche durchsetzen. Das geht aus der Studie "Optimierung von SAP-Systemlandschaften" des Unternehmensberaters Accenture aus Kronberg im Taunus hervor. Accenture hat rund 100 Entscheider aus dem deutschsprachigen Raum befragt.

Generell gilt: Die Unternehmen verfolgen sehr unterschiedliche SAP-Strategien. Siemens und Bosch zum Beispiel verfügen laut Accenture über mehrere hundert verteilte SAP-Systeme. Der Automobilzulieferer Hella aus Lippstadt dagegen, ein Unternehmen mit mehr als 20.000 Mitarbeitern, betreibt konzernweit lediglich ein zentralisiertes Rechenzentrum.

Von den hundert Studienteilnehmern geben 31 Prozent die Zahl ihrer SAP-Systeme mit vier bis zehn an. Weitere 16 Prozent sprechen von mehr als zehn Systemen. Alle anderen bleiben darunter.

Ginge es nach der Mehrheit der Befragten, würden sie am liebsten die Geschäftsprozesse vereinheitlichen, die von SAP-Anwendungen unterstützt werden. 62 Prozent halten das für "sehr" oder "teilweise" nötig.

Newsletter 'Nachrichten morgens' bestellen!