Was macht eigentlich. . .

Wolfgang Heilmann, Integrata-Gründer?

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Er war schon immer seiner Zeit voraus, ob 1964 oder heute. Der Gründer der Unternehmensberatung Integrata, Wolfgang Heilmann.

Was war die nachhaltigste Erkenntnis während Ihres Berufslebens? Als Wolfgang Heilmann das gefragt wurde, antwortete er: "Es gilt vor allem, die Humanität zu fördern, die Menschlichkeit in allen privaten, geschäftlichen und politischen Belangen." Dies versucht der mittlerweile 78jährige Honorarprofessor der Universität Karlsruhe mit Hilfe der Integrata-Stiftung für die humane Nutzung der Informationstechnologie, die er 1998 nach dem Ausscheiden aus seinem Unternehmen ins Leben rief. Jährlich wird dazu ein mit 10.000 Euro dotierter Preis verliehen.

Wolfgang Heilmann fördert Kunstprojekte.
Wolfgang Heilmann fördert Kunstprojekte.
Foto: Prof Heilmann

Bereits 1964 - und damit gehört Heilmann zweifellos zu den Pionieren des deutschen IT-Beratungsgeschäfts - gründete der Diplomvolkswirt die "Arbeitsgemeinschaft für Integrierte Datenverarbeitung", aus der dann später die internationale Gesellschaft für Rationalisierung, Automatisierung und Technologieausgleich - Integrata entstand. Mit seinem integrierten Ansatz von Beratung und Schulung prägte das Tübinger Unternehmen jahrelang die deutsche Beratungsszene, und auch sein Mitarbeiterbeteilungsmodell galt als fortschrittlich. 1968 startete er eine "Schriftenreihe für integrierte Datenverarbeitung", in der über 50 Arbeiten erschienen, darunter auch sein Buch über Teleprogrammierung, das als wegweisend galt. Heilmann ist immer seiner Zeit voraus, so auch jetzt, wenn er als Honorarprofessor an der Universität Karlsruhe über eines seiner Lieblingsthemen referiert: Führen in virtuellen Unternehmen.