Per Funksignal Babys orten

WLAN-Tags sollen Neugeborene schützen

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Die als Referenz für das "Krankenhaus der Zukunft" neu erbaute Asklepios Klinik Barmbek testet auf der Neugeborenenstation eine innovative Tracking-Lösung.

In der Neugeborenenmedizin sind seit Jahrzehnten Armbänder für die Säuglinge im Einsatz. Das in Zusammenarbeit mit Intel und Microsoft hervorgegangene Asklepios Klinikum Barmbek möchte diese nun mit Hilfe der "Ekahau Positioning Engine" durch eine WLAN-basierende Technologie ersetzen. Bei der Lösung des US-Anbieters Ekahau erfolgt die Identifikation des Neugeborenen durch einen kompakten WLAN-Tag. Diese Säuglings-Tags senden über das bestehende WLAN-Netz die Identifikation an das Location Tracking, welches wiederum die Positionsinformationen an die Matching Engine (ME) der Patrise GmbH weitergibt. Diese ME validiert die Positionsinformationen und überwacht somit den Aufenthaltsort der Neugeborenen.

Baby-Funk á la Ekahau
Baby-Funk á la Ekahau
Foto: Ekahau

Auf diese Weise sollen Säuglingsentführungen und -verwechslungen zukünftig besser verhindern werden. So werden Eltern und Angehörige in Zukunft durch ein persönliches WLAN-Tag authentifiziert und können somit das Verlassen der Station autorisieren. Damit nicht genug, löst eine nicht autorisierte Entfernung des Säuglings von der Station sofort Alarm über das Schwesterntelefon aus, der dann an Mitarbeiter in den Eingangsbereichen weitergeleitet wird.