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WLAN-Startup erhält 18,5 Millionen Dollar Risikokapital

21.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-amerikanische Wireless-Chip-Designer Engim konnte sich nach eigenen Angaben in seiner zweiten Finanzierungsrunde 18,5 Millionen Dollar Risikokapital sichern. Das Startup aus Acton, Massachusetts, hat eine Multichannel-Switching-Technologie für WLANs entwickelt. Mit einem entsprechenden Chipsatz ausgerüstete Access Points sind laut Engim in der Lage, innerhalb eines Funknetzes durch Kanalbündelung eine bis zu 50 mal höhere Bandbreite als bislang zu ermöglichen.

Obwohl die gängigen WLAN-Standards ein Dutzend und mehr Kanäle auf dem 2,4 und fünf Gigahertz-Band unterstützen, nutzen die meisten Access Points nur einen Channel. Grund sind die drohenden Interferenzen zwischen den einzelnen Kanälen. Die Engim-Technologie soll nun in der Lage sein, das komplette Bandspektrum zu analysieren und Überschneidungen zu kompensieren. Als Resultat könnten Nutzer in Netzen, die dem Standard 802.11 b und 802.11 g entsprechen, bis zu drei Kanäle gleichzeitig nutzen. In WLANs auf Basis der Standards 802.11 a ließen sich laut Engim sogar bis zu sechs Kanäle bündeln. Die Datentransfer-Rate in den Netzen werde damit auf bis zu 486 Megabit/s (802.11 a) gesteigert.

Der Chipdesigner will das frische Kapital dazu verwenden, neue Märkte und Anwendungen zu erschließen sowie die Integration seiner Technologie in Access Points zu unterstützen. Engim arbeitet nach eigenen Angaben gegenwärtig mit drei Herstellern zusammen. Erste Produkte könnten bereits 2004 auf den Markt kommen. An der Finanzierungsrunde beteiligten sich neben den bisherigen Investoren Matrix Partners und Bessemer Venture Partner nun zusätzlich als neuer Leadinvestor Benchmark Capital sowie Adams Street Partners. (mb)