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Wissenschaftler melden Glasfaser-Übertragungsrekorde

05.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wissenschaftlern des Heinrich-Hertz-Instituts für Nachrichtentechnik in Berlin (HHI) GmbH ist es nach eigenen Angaben weltweit erstmals gelungen, eine Datenrate von 160 Gbit/s über eine verlegte Standard-Glasfaser der Deutschen Telekom zu übertragen. Der Versuch wurde in Kooperation mit der Telekom-Tochter T-Nova auf einer 116 Kilometer langen Teststrecke in Darmstadt realisiert. Zum Einsatz kamen Wellen- und Zeit-Multiplextechnik. Gegenwärtig sind bereits Zeitmultiplex-Systeme mit 10 Gbit/s im Einsatz, die Einführung der nächsten Generation mit 40 Gbit/s steht noch in diesem Jahr bevor. Über eine 160-Gbit/s-Leitung wie im HHI-Experiment ließen sich gleichzeitig 2,5 Millionen Telefonkunden in ISDN-Qualität versorgen.

Unterdessen melden japanische Forscher von NEC noch höhere Transferraten: Ihnen gelang es, über eine 168 Kilometer lange Glasfaserstrecke mittels DWDM-Technik (Dense Wavelength Division Multiplexing) einen Datenstrom von 6,4 Tbit/s fließen zu lassen. Dieser setzte sich aus 160 Kanälen zu je 40 Gbit/s mit einem Frequenzbereich von 50 Gigahertz zusammen. Der bisherige DWDM-Rekord lag laut NEC bei 3,28 Tbit/s.