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Wird Microsofts SQL Server Shared Source?

24.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft spielt offenbar mit dem Gedanken, den Kunden den Quellcode der kommenden relationalen Datenbank "SQL Server 2005" offenzulegen. Eine solche Maßnahme würde unter dem Shared-Source-Programm des Unternehmens laufen. Shared Source bedeutet, dass Microsoft-Kunden den Quellcode einsehen können, Änderungen aber nicht selbst vornehmen, sondern nur Microsoft mitteilen dürfen. Eine Weiterverbreitung solcher Programme ist nicht gestattet.

Die einigermaßen überraschenden Überlegungen in dieser Richtung äußerte Tom Rizzo, Direktor für das Produkt-Management von SQL Server bei Microsoft, in einem Interview mit dem Nachrichtendienst "Cnet": "Es ist keine beschlossene Sache. Aber wenn es viele Kunden fordern, werden wir sicher SQL Server als Shared Source freigeben." Das Hauptmotiv sei, die Kunden von der Sicherheit des Produkts zu überzeugen, indem Anwender seine Eigenarten im Detail begutachten können. Rizzo: "Viele Leute beschäftigen sich nicht mit dem Code. Sie möchten nur das gute Gefühl haben, dass es keine Hintertürchen und Sicherheitsverletzungen gibt." (ls)