"Wir sparen ein Drittel Bildungskosten"

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Die Telekom ist dabei, das größte Lernarchitektur-Projekt Europas umzusetzen. Im Gespräch mit der CW erläutern Projektleiter Erwin Ihm und Detecon-Bildungsexperte Jörg Sander Hintergründe und Ziele des Vorhabens.

CW: Sie sprechen bei den "Telekom Learning Infrastructure Services" (T-LIS) von einer Lernarchitektur. Was meinen Sie damit?

Erwin Ihm, Telekom: 'Wir haben noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.'
Erwin Ihm, Telekom: 'Wir haben noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.'

IHM: Mit diesem Begriff ziehen wir Parallelen zur baulichen Architektur: Ähnlich wie ein Bauwerk brüchig wird, wenn ihm das Fundament fehlt und die einzelnen Gebäudeteile nicht miteinander harmonieren, braucht auch das Lernen im Unternehmen eine stabile Architektur. Das Fundament bildet dabei eine Lernkultur, die von Mitarbeitern und Führungskräften gleichermaßen gelebt wird.

Die Macher des Telekom-Projekts

Dipl.-Ing. Erwin Ihm ist bei der Deutschen Telekom im Zentralbereich Human Resources Development (HRD) für die Entwicklung der konzernweiten Lernarchitektur zuständig. Dies schließt auch die Projektleitung für das Projekt "Telekom Learning Infrastructure Services" (T-LIS) ein. Nach seinem Studium der Elektrotechnik ist er seit 1984 bei der Deutschen Telekom in unterschiedlichen leitenden Positionen in der Personal- und Führungs-kräfteentwicklung tätig.

Dr. Jörg Sander ist Principal bei Detecon International und verantwortlich für das Beratungsportfolio "Intellectual Asset Management" (IAM). Er ist an der Entwicklung und Umsetzung des Geschäftsmodells von „T-LIS" beteiligt. Nach mehreren beruflichen Stationen im Bildungs-Management ist Sander seit 1988 als Management-Berater bei Detecon International im Bereich Business Innovation tätig.

CW: Sie behaupten, dass T-LIS über traditionelle Weiterbildungskonzepte von Corporate Universities hinausgeht. Wie ist das zu verstehen?