Marcel Schneider, Microsoft

"Wir haben aus Vista gelernt"

Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.
Bei der Einführung von Windows 7 will Microsoft nicht die gleichen Fehler begehen wie beim Vorgänger Vista. Was der Konzern anders gemacht hat, erklärt Marcel Schneider, Geschäftsführer Großkunden bei Microsoft, im Gespräch mit der COMPUTERWOCHE.

CW: Wie sehen die Erwartungen von Microsoft in Sachen Windows 7 aus?

SCHNEIDER: Schon in den Gesprächen mit vielen Kunden während der vergangenen Wochen hatte sich eine positive Dynamik entwickelt, die sich kurz vor dem Launch von Windows 7 noch einmal verstärkt hat. Die neueste Studie von Forrester Research besagt, dass 57 Prozent der Unternehmen in den kommenden zwölf bis 18 Monaten ihr Betriebssystem auf Windows 7 updaten werden. Das war bis vor ein paar Wochen noch nicht zu erwarten. Damit wäre Windows 7 deutlich erfolgreicher als die Vorgängerversionen Vista und auch XP.

CW: Allerdings gibt es auch Signale, dass viele Unternehmen erst einmal abwarten.

SCHNEIDER: Die Firmen sehen mittlerweile den Vorteil auf der Kostenseite. An unseren Testprogrammen haben auch große Unternehmen teilgenommen. Dabei ging es unter anderem um Aspekte wie Sicherheit, Leistung, Zuverlässigkeit und Anwenderfreundlichkeit. Hier bietet Windows 7 einen deutlichen Mehrwert. Dadurch entstand eine Dynamik, von der wir richtiggehend überrollt werden. Das betrifft alle Segmente vom Privatanwender über den Mittelstand bis hin zu den Großunternehmen. Beispielsweise mussten wir die Produktion von Windows 7 Ultimate erhöhen, weil die Software im Rahmen der Vorbestellungen schon ausverkauft war. Die Nachfrage aus dem Markt war doppelt so hoch, wie wir angenommen hatten. Und dabei hatten wir schon extrem hohe Erwartungen.

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