IT intim - Die Sorgen der CIOs

Wir dürfen uns nicht an den Servern festkrallen

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Sie kommen gerade aus Shanghai zurück. Was haben Sie dort gemacht?
David Preuss, CIO Produkte & Systeme, TÜV Rheinland
David Preuss, CIO Produkte & Systeme, TÜV Rheinland
Foto: David Preuss, TÜV Rheinland

Die Reise stand im Zusammenhang mit unserem internationalen Großprojekt, mit dem wir im Bereich Produktprüfung einen weltweit einheitlichen und durchgängigen Prozess von der Angebotserstellung bis zur Faktura für rund 3000 Mitarbeiter einführen. Dieses Vorhaben zeigt mir einmal mehr, dass die Unternehmens-IT derzeit einen Umbruch erlebt - weg von einer technisch orientierten Servicestruktur hin zur prozessgetriebenen Beratung.

Das Business ordnet die vertikalen Prozesse sicher viel besser ein als wir in der IT. Aber der Überblick über die horizontalen Prozessketten geht durch die kontextuelle Sichtweise oft verloren. Hier sind die Key-Player in der IT klar im Vorteil: Sie kennen die Verknüpfung der Systeme und Prozesse besser. Deshalb können sie auch leichter Vorschläge für Verbesserungen machen.

In vielen Unternehmen hat sich der angesprochene Umbruch in der IT bereits vollzogen. Dort gibt es mittlerweile neben dem CIO einen Chief Process Officer. Das ist nicht nur aus Unternehmenssicht sinnvoll, sondern auch für die IT selbst.