Neue Version 17

Winzip wird wolkiger und sozialer

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Die wie üblich von Globell deutsch lokalisierte neue Version 17 des Packer-Klassikers "Winzip" ist ab sofort erhältlich.
Winzip 17 bindet nun Consumer-Speicherdienste in der Cloud ein.
Winzip 17 bindet nun Consumer-Speicherdienste in der Cloud ein.
Foto: Globell

Dateien komprimieren kann Winzip von der gleichnamigen, mittlerweile zu Corel gehörenden Firma wie eh und je. Nun haben die Entwickler allerlei Cloud- und Social-Funktionen darum herum gebaut. Winzip 17 kann sich mit den Consumer-Speicherdiensten Dropbox, Microsoft Skydrive sowie Google Drive verbinden und dort abgelegte Dateien packen und verschlüsseln (AES mit 128 oder 256 Bit). Das Programm erzeugt außerdem Links zu Dateien auf Dropbox, Skydrive und Google Drive, die der Nutzer über das eigene Email-Konto versenden kann.

Über die Funktion "Zipshare" kann man beliebige Dateiformate auf Facebook, Twitter und Linkedin teilen (auch gleichzeitig). Auf Wunsch wandelt Winzip 17 auch in für die Weitergabe "optimale" Formate um und macht dabei aus Office-Dokumenten beispielsweise PDFs, versieht PDFs und Bilder mit Wasserzeichen oder rechnet Bilder auf eine "angemessene" Größe herunter. Die "Zipsend"-Funktion gibt es schon länger - Archive, die für einen Versand zu groß sind, werden in der Cloud gespeichert, der Empfänger bekommt einen Download-Link. Bis 50 MB ist das kostenlos, zahlende "Pro"-Nutzer können auf diese Weise bis zu 2 GB weitergeben.

Beim Packen und Verschlüsseln nutzt Winzip 17 nun auch die Rechenleistung von Grafikprozessoren. Voraussetzung dafür ist ein Intel Core-Prozessor der dritten Generation, eine AMD-APU der "A-Series" oder eine "Radeon"- (AMD) oder "Geforce"-Grafikkarte (Nvidia).

Winzip 17 gibt es als Standard-Version für 35,99 Euro sowie in einer "Pro"-Ausführung mit Zusatzfunktionen wie automatisches Erstellen von Backups für 59,90 Euro. Box-Versionen sind ab Anfang Dezember im Fachhandel erhältlich. Unternehmen können über autorisierte Fachhändler Volumenlizenzen erwerben. Auf www.winzip.de kann man eine kostenlose Testversion laden.

Winzip hat außerdem eine neue App für Windows 8 im Windows Store veröffentlicht. Das relativ spartanische Programm kostet 6,49 Euro und bietet wenig mehr als ein GUI für die grundlegenden Zip-Funktionen.