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Windows XP: Probleme bei Produktaktivierung?

28.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Tester berichten von Problemen mit der Produktaktivierung der Betaversion des zukünftigen Betriebssystems "Windows XP", das im Oktober auf den Markt kommen soll. Microsoft hat diese Art des Kopierschutzes erstmals in "Office XP" eingeführt. Das Büropaket lässt sich 50 mal starten, bevor der Aktivierungsschlüssel eingegeben werden muss, den Kunden in der Regel per E-Mail bekommen. Bei Windows XP verhält sich der Mechanismus offenbar anders. Das System muss auf jeden Fall innerhalb von 14 Tagen nach der Installation freigeschaltet werden, sonst startet das System nicht mehr. In diesem Fall hilft es nur noch, den 44-stelligen Code von Microsoft telefonisch zu erfragen und ihn manuell einzugeben.

Fachleute geben zu bedenken, dass es unter Umständen in zwei Wochen nicht möglich sei, das System nach einem Tausch von Hardware-Komponenten ausgiebig zu testen. Auch Benutzer von Notebooks, die oft externe Komponenten tauschen, könne der Mechanismus vom System ausschließen, selbst wenn sie einmal ordentlich aktiviert hätten. Tom Bailey, bei Microsoft zuständig für die Office-Produkte, bestätigte das. Allerdings schränkte er ein, dass die Umstände äußerst ungünstig sein müssten, damit dieser Fall eintritt.

Mittlerweile hat Microsoft auf die Kritik reagiert. In der fertigen Version von Windows XP werde der Testzeitraum, in dem sich das Betriebssystem ohne Produktaktivierung nutzen lässt, auf 30 Tage verlängert.