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Windows Vista nicht vor 2008 einführen

14.11.2005
Gartner empfiehlt Unternehmen, sich mit dem XP-Nachfolger Zeit zu lassen.

Das von Microsoft für kommendes Jahr angekündigte Betriebssystem-Update wird im Vergleich zur aktuellen Version mit vielen tief greifenden Verbesserungen aufwarten, so die Analysten von Gartner. Anwenderunternehmen empfehlen die Experten deshalb eine Strategie der "kontrollierten Diversifizierung" ihrer Client-Systeme. Konkret meint Gartner, dass Vista nur mit neuen Maschinen eingeführt werden sollte, und zwar nicht vor dem Jahr 2008. Die von Microsoft im Zusammenhang mit dem Update ins Feld geführten Sicherheits-Features, seien zwar wichtig, ließen sich derzeit aber auch durch Produkte von Drittanbietern nachrüsten. Als Beispiel nennen die Analysten die gegenüber dem XP Service Pack 2 deutlich verbesserte Vista-Firewall. Wollen Anwender, insbesondere wenn sie mobil arbeiten, einen vernünftigen Schutz ihrer Endgeräte haben, müssen sie ohnehin schon jetzt auf eine funktionsreiche Firewall setzen. Auch die mit Vista angekündigten erheblich komfortableren Suchfunktionen seien bereits jetzt etwa mit Google-Tools möglich.

Laut einer Umfrage von Forrester Research werden ohnehin die wenigsten Firmen das neue Windows einführen, sobald es verfügbar ist. Ein Viertel der Befragten will warten, bis es ein zweites Service-Pack gibt, ein Viertel ist noch unentschieden, und weitere 20 Prozent interessieren sich gar nicht dafür. Bleiben 30 Prozent, die gleich oder nach dem ersten Service-Pack auf Vista setzen wollen. (ue)