SBS 2011 Standard und Essential im Test

Windows Small Business Server 2011 - Neuerungen und Versionen

Thomas Joos ist freiberuflicher IT-Consultant und seit 20 Jahren in der IT tätig. Er schreibt praxisnahe Fachbücher und veröffentlicht in zahlreichen IT-Publikationen wie TecChannel.de und PC Welt. Das Blog von Thomas Joos finden Sie unter thomasjoos.wordpress.com.
Windows Small Business Server 2011 vereint in einem Paket Funktionen wie E-Mail, interne Webseiten sowie Datei- und Druckerfreigaben. Gerade kleine Unternehmen sollen von der Zusammenfassung der Features unter einer gemeinsamen Oberfläche profitieren.

Mitte Dezember 2010 hat Microsoft den neuen Windows Small Business Server 2011 offiziell vorgestellt, die Standardversion soll ab Februar 2011 erhältlich sein. An OEMs wird die Software bereits zur Vorinstallation ausgeliefert.

In der neuen Version des Small Business Server nimmt Microsoft ein paar Änderungen an der Versionspolitik vor: Neben der Edition SBS 2011 Standard, die weitgehend dem Funktionsumfang von Small Business Server 2008 entspricht, gibt es noch eine kleine Edition mit der Bezeichnung SBS 2011 Essentials. Darüber hinaus bietet Microsoft ein Premium-Add-On für beide Editionen an. Dieses enthält, wie beim Vorgänger, eine zusätzliche Server- und Datenbanklizenz.

Small Business Server 2011 Standard

Windows Small Business Server 2011 Standard (Entwicklungsname SBS 7) ist der direkte Nachfolger von Small Business Server 2008 und bietet aktuelle Servertechnologien in 64-Bit-Versionen. Eine 32-Bit-Version ist nicht verfügbar, das war bereits beim SBS 2008 der Fall.

An den Server lassen sich maximal 75 Benutzer anbinden. SBS 2011 baut auf Windows Server 2008 R2 Standard Edition auf, das Service Pack 1 ist nicht integriert, lässt sich aber nachträglich installieren. Die Standard Edition unterstützt bis zu vier Prozessoren (auch mit mehreren Kernen) und bis zu 32 GByte RAM.

Neben den Standardmöglichkeiten von SBS 2011 können findige Administratoren auch die erweiterten Funktionen von Windows Server 2008 R2 aktivieren, die standardmäßig nicht in der SBS-Verwaltungskonsole enthalten sind. Da Windows Server 2008 R2 als Basisbetriebssystem dient, haben Unternehmen auch alle Funktionen des aktuellen Windows-Servers zur Verfügung.

SBS 2011 enthält zudem den Exchange Server 2010 SP1, ebenfalls in der Standard-Edition. Das heißt, Unternehmen können mit den Verwaltungswerkzeugen von Exchange 2010 auch erweiterte Funktionen von Exchange verwalten, wie zum Beispiel Richtlinien für mobile Endgeräte oder mehrere Datenbanken. Administratoren können auf dem Server bis zu fünf Postfachdatenbanken erstellen: jede darf bis zu 16 TByte groß sein.

Die Exchange-Datenbanken lassen sich nicht in SQL integrieren, sondern sind immer noch (leider) eigenständig. Den Webzugriff OWA (Outlook Web App) hat Microsoft verbessert. Die Funktionen ähneln denen von Outlook 2010. Es ist übrigens problemlos möglich, Smartphones, die ActiveSync lizenziert haben (unter anderem Windows Phone 7, iPhones oder Nokia-Handys), an den Server anzubinden. Eine weitere Neuerung ist die verbesserte Unterstützung von Safari und Firefox für den OWA-Zugriff. Diese Browser können jetzt alle Funktionen von OWA nutzen.