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Server-Software

Windows Server 2016: Mit großen Schritten zum zukunftsfähigen Unternehmen

Thomas Fischer schreibt seit über 20 Jahren für unterschiedliche namhafte PC-Zeitschriften über IT-Themen sowie Business-Software, war beteiligt an der Entwicklung von Konzepten neuer IT-Magazine und arbeite mehrere Jahre in einem Verlag im Bereich Corporate Publishing. Sein Slogan ist: Technik einfach erklärt..
Für IT-Verantwortliche bricht im dritten Quartal 2016 eine neue Zeitrechnung an – dann soll Windows Server 2016 final erscheinen. Doch welche Vorteile bietet die neue Server-Software und lohnt sich der Umstieg für die Firmen überhaupt? Vorabversionen versetzen IT-Unternehmen jetzt schon in die Lage, ihre Hardware optimal vorzubereiten und neue Funktionen zu testen.

Bisher hat Microsoft seit Ende 2014 bereits fünf Vorabversionen (Technical Previews) des neuen Server-Betriebssystems veröffentlicht. Solche Vorabversionen sind für den Hersteller, für Administratoren und für die Server-Hardware- und -Software-Produzenten gleichermaßen bedeutsam. Durch Feedback ist Microsoft beispielsweise in der Lage, sein Server-Betriebssystem kundenfreundlicher zu gestalten, Funktionen zu verbessern oder weitere gewünschte Eigenschaften zu integrieren. Hard- und Softwarehersteller dagegen erhöhen ihre Marktchancen gegenüber den Mitbewerbern, indem sie ihre Produkte noch vor Bereitstellung des fertigen Server-Betriebssystem optimieren können.

Da jede Vorabversion frei verfügbar ist, kann das neue Windows Server-Betriebssystem prinzipiell jeder interessierte Anwender installieren und testen. Hat beispielsweise ein Unternehmen die Absicht, zukünftig Windows Server 2016 einzusetzen, können sich Administratoren schon jetzt damit vertraut machen. Microsoft bietet als VHD-Datei und als ISO-Image die Vorabversion zum Download an. Dazu gibt es einen gültigen Produktschlüssel mit begrenzter Laufzeit (festes Datum). Es versteht sich von selbst, dass eine Vorabversion nur auf einer "nichtproduktiven" Testumgebungen installiert und getestet werden sollte.

Chance für kleine Unternehmen: Server 2016 Essentials

Ähnlich wie bei Small Business Server 2011 Essentials, das Bestandteil von Windows Server 2012 und der Weiterentwicklung Windows Server 2012 R2 war, gibt es auch für Windows Server 2016 eine Version für kleinere Unternehmen - Windows Server 2016 Essentials. Hier peilt der Hersteller Firmen mit maximal 25 Nutzern und maximal 50 Geräten als Zielgruppe an. Somit kommen dank Windows Server 2016 Essentials auch kleinere Firmen kostengünstig in den Genuss einer flexiblen, benutzerfreundlichen Serverlösung.

Warum umsteigen auf Windows Server 2016?

Im Vergleich zum Vorgänger Windows Server 2012 R2 enthält die 2016er Version eine ganze Reihe Verbesserungen und Neuerungen. Ein Umstieg oder Upgrade auf die bald verfügbare aktuelle Server-Version 2016 ist daher durchaus zu überlegen. Eine der vielen neuen Funktionen ist die Möglichkeit, Nano-Server zu installieren. Bei dieser Server-Bereitstellungsvariante lässt sich enorm viel Speicherplatz sparen. Zudem ist der Aufwand für die Installation wesentlich geringer, da die Nano-Server ohne eine grafische Bedieneroberfläche auskommen und im Vergleich zum herkömmlichen Server "abgespeckt" sind. So ist etwa Remote-Desktop mit Nano-Servern nicht möglich. Die Administration erfolgt daher über Windows Management Instrumentation (WMI) sowie per PowerShell. Zusätzliche Treiber benötigt ein Nano-Server nicht, da er die Treiber des Windows Server 2016 Betriebssystems nutzt.

Ganz eng verknüpft sind die Nano-Server mit einer weiteren Neuerung - den Windows Containern. Dabei handelt es sich um eine flexible Arbeitsumgebung innerhalb einer virtuellen Server-Struktur, die gegenüber anderen Umgebungen (Containern) isoliert ist. Eine im Container ausgeführte Anwendung ist nicht in der Lage, eine andere Anwendung eines anderen Containers zu beeinflussen. Ein Container ist vergleichbar mit einem physischen Computer oder einer virtuellen Maschine und lässt sich auch in Microsoft Azure nutzen. Für die Administration der Windows-Container unterstützt Windows Server 2016 die Open Source-Software Docker, die speziell für die Verwaltung von Container-Plattformen entwickelt wurde. Sie besteht aus den Komponenten Engine und Client Docker wird nicht mit der Server-Software ausgeliefert, lässt sich aber problemlos nachinstallieren.

Die Administration lässt sich bei Windows Server 2016 einfach vor Ort durchführen.
Die Administration lässt sich bei Windows Server 2016 einfach vor Ort durchführen.
Foto: Dell

Für einen Umstieg auf Windows Server 2016 sprechen zudem Neuerungen wie:

  • Erweiterte Sicherheit

Windows Server 2016 stellt neue Security Layer bereit. Mögliche Bedrohungen der IT-Strukturen werden damit noch besser erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Verbessert wird zudem die Kontrolle privilegierter Zugänge sowie der Schutz virtueller Maschinen.

  • Flexiblere Strukturen

Neue Features vereinfachen die Bereitstellung flexibler virtueller Umgebungen bei gleichzeitig verbesserter Stabilität der gesamten Infrastruktur. Dennoch bleibt das gesamte System schlank.

  • Kostengünstiger Speicher

Mit SDS (Software Defined Storage) lässt sich der Speicherbedarf innerhalb einer Server-Struktur optimal und bedarfsgerecht zuweisen. Microsoft setzt in Windows Server 2016 einen großen Schwerpunkt auf eine höhere Belastbarkeit, verbesserte Kontrolle sowie auf weitere Reduzierung der Kosten für Speicher.

  • Einfachste Vernetzung

Mit einem vollkommen überarbeitetem Netzwerkstack bringt Microsoft in seinem neuen Server-Betriebssystem grundlegende Netzwerkfunktionen sowie die SDN-Architektur von Azure mit.

  • Effiziente und schlanke Applikationen

Windows Server 2016 geht neue Wege, Anwendungen bereitzustellen und zu konfigurieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Anwendungen On-Premise (vor Ort) oder in der Cloud betrieben werden.

Dell PowerEdge Server bereit für Windows Server 2016

Die bisher erschienenen Technical Previews des neuen Betriebssystems eignen sich nicht nur zum Kennenlernen und Testen der Funktionen, sondern auch sehr gut zum Testen der Hardware-Kompatibilität. Dell hat beispielsweise für eine Reihe seiner PowerEdge Modelle bereits erfolgreich umfangreiche Tests mit den bisher bereitgestellten Technical Previews absolviert. Die Server PowerEdge R730xd und PowerEdge R630 sind hervorragend für den Einsatz von Windows Server 2016 geeignet. Sie unterstützen zudem TPM 2.0 TPM steht für Trusted Platform Module, ein Chip für spezielle Sicherheitsfunktionen) und sind mit dem Sicherheits-Logo ausgezeichnet. Das Kompatibilitäts-Logo für Windows Server 2016 erhielt Dell außer für die beiden zuvor genannten zusätzlich auch für die Modelle PowerEdge R730 und PowerEdge T630, die beide TPM 1.2 unterstützen.

Dell ist auf den Start von Windows Server 2016 vorbereitet. Dafür wurden bereits umfangreiche Tests mit den Technical Previews auf verschiedenen Dell Servern erfolgreich absolviert, wie etwa mit dem PowerEdge R730xd Rack Server hier im Bild.
Dell ist auf den Start von Windows Server 2016 vorbereitet. Dafür wurden bereits umfangreiche Tests mit den Technical Previews auf verschiedenen Dell Servern erfolgreich absolviert, wie etwa mit dem PowerEdge R730xd Rack Server hier im Bild.
Foto: Dell

Fazit

Die Verkaufsversion von Microsoft Windows Server 2016 rückt näher, auch wenn sich Microsoft aller Voraussicht nach noch bis Ende September dafür Zeit lassen könnte. Mit den Technical Previews haben Anwender und Administratoren bereits einen ersten Vorgeschmack auf die vielen neuen und innovativen Funktionen des kommenden Microsoft Server Betriebssystems erhalten. Auch Hardware-Hersteller wie Dell haben diese Zeit genutzt und stehen mit ihrer Technik schon in den Startlöchern - bereit für Windows Server 2016.

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