Gratis-Tool für Skripterstellung

Windows-Routinejobs mit RoboTask automatisieren

19.04.2013 | von 
Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
Immer wieder neu anfallende Arbeiten am PC übernimmt zeitsparend das Windows-Tool "RoboTask". Anwender definieren zunächst die Aktionen und legen dann fest, wann und wie sie ausgeführt werden sollen.

RoboTask erlaubt es dem Anwender, häufig vorkommende Aufgaben am Computer zu automatisieren. Die Tasks können auch recht komplex ausfallen, ohne dass der Benutzer Skripte schreiben muss. Das Tool bedient sich eines Baukastenprinzips: Auf der grafischen Oberfläche kann der Benutzer Aktionen auswählen und kombinieren. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel Programme starten, Daten sichern, Dokumente öffnen und speichern oder Dateien von Servern herunterladen. Mit Hilfe des "Plug-in CD/DVD Writer" lassen sich auch optische Datenträger beschreiben. Im zweiten Schritt definiert der Anwender dann die Bedingungen, unter denen die Aktionen ausgeführt werden sollen. Das können etwa Zeitangaben, ein Tastendruck oder der Start eines Programms sein.

Freeware versus Vollversion

Das Tool RoboTask enthält einige einfache und komplexere Demo-Anwendungen.
Das Tool RoboTask enthält einige einfache und komplexere Demo-Anwendungen.
Foto: RoboTask; Thomas Rieske

Gegenüber der Vollversion ist die Freeware "RoboTask Lite" an einigen Stellen eingeschränkt. So ist es nicht möglich, Prozesse zu beenden, E-Mails abzurufen oder zu senden, FTP-Befehle zu nutzen oder die Zwischenablage zu verwenden. Eine Gegenüberstellung der beiden RoboTask-Versionen findet sich auf der Hersteller-Website. In der aktuellen Version 5.4 haben die Entwickler RoboTask neue Funktionen etwa im Bereich der Datumsvergabe oder der Druckersteuerung spendiert und Fehler beseitigt.

Installation

Nach dem Baukastenprinzip wählt der Anwender aus einer Liste mit verschiedenen Aktionen.
Nach dem Baukastenprinzip wählt der Anwender aus einer Liste mit verschiedenen Aktionen.
Foto: RoboTask; Thomas Rieske

Der Hersteller bietet das Tool als Zip-Archiv und als ausführbare Datei zum Download an. Im ersten Fall muss man zunächst das Paket in einen beliebigen Ordner entpacken und dann die EXE-Datei starten. Anschließend führt, wie auch in der zweiten Variante, ein Assistent den Anwender durch die Installation.

Die Bedienung selbst ist weitgehend unkompliziert, wenn der Anwender sich verdeutlicht, dass RoboTask eine dreigeteilte Fensteransicht nutzt. Im oberen Bereich unter der Menü- und Symbolleiste befinden sich die angelegten Tasks in einer Ordnerstruktur. Diese lässt sich aufklappen, falls Unterordner vorhanden sind. Unter Local Tasks/New Examples bringt das Tool einfache und komplexe Demo-Anwendungen mit, die rechts neben der Strukturansicht mit Namen und Status angezeigt werden. Sie können zur Übung oder als Basis für eigene Programme dienen.

Bedienung

Standardmäßig sind alle Tasks deaktiviert, was sich über das Kontextmenü ändern lässt. Dort stehen auch weitere Befehle zur Verfügung, zum Beispiel um bestehende Aufgaben zu ändern oder neue zu erstellen. Zu diesem Zweck bietet das Tool eine Reihe von Aktionen, etwa um Dialoge anzuzeigen, die man mit wenigen Mausklicks aus einer Liste auswählt. Der untere Bereich des Programmfensters zeigt Statusmeldungen von RoboTask oder von gerade ausgeführten Tasks.

Fazit

Für Anwender, die repetitiv Routineaufgaben wie Datensicherung erledigen, ist Robo-Task nützlich. Mit dem Tool lassen sich Abläufe zeitsparend automatisieren. Wer Wert auf erweiterte Funktionen legt, muss allerdings zur Kaufversion greifen. (hi)

Der Artikel basiert auf einem Beitrag der CW-Schwesterpublikation TecChannel.de.

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