Für Privatnutzer

Windows muss kostenlos werden

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Microsoft hat das zwar noch nicht offiziell zugegeben, aber für Endverbraucher sind die Tage kostenpflichtiger Windows-Upgrades gezählt.

Zu diesem Schluss kommt jedenfalls Owen Williams bei "The Next Web". Und seine Argumentation ist durchaus stichhaltig: Die Kunden kaufen seltener neue Rechner - diese halten länger beziehungsweise werden partiell durch Tablets und Smartphones ersetzt.

Consumer sind bei mobilen Endgeräten ohnehin längst kostenlose Betriebssytem-Upgrades gewohnt, so lange die Hardware dies noch unterstützt; Apple offeriert inzwischen auch neue Version seines PC-Systems OS X kostenlos. Für Microsoft hätte ein, sagen wir für Consumer ab Vista kostenloses Windows 10 den Vorteil, dass die installierte Basis sehr rasch auf das aktuelle System wechseln würde und der Hersteller weniger Aufwand in den Legacy-Support investieren müsste. Microsoft könnte zudem eine Menge verwirrende und überflüssige SKUs (Produktvarianten) weglassen und sich im Prinzip auf zwei Märkte fokussieren - Consumer und Enterprise.

tl;dr Weil jedes Jahr weniger PCs verkauft werden, muss Microsoft neue Wege suchen, um den Kunden langfristige Service-Abonnements anzudienen, statt sie alle drei Jahre zu einem Windows-Upgrade zu überreden.