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Windows light lernt spanisch

29.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Thailand, Malaysia, Indonesien, Indien und Brasilien soll bald auch ganz Lateinamerika in den Genuss einer eigenen Version des Windows-light-Systems kommen. Der Softwareriese Microsoft kündigte am gestrigen Dienstag an, dass er in Kürze eine spanische Version der "Windows XP Starter Edition" in Mexiko und Argentinien anbieten werde. In weiteren Ländern Lateinamerikas wird der Verkauf des abgespeckten Betriebssystems möglicherweise in den kommenden Monaten aufgenommen.

Die Starter-Edition von Windows darf laut den Microsoft-Bestimmungen nur zusammen mit günstigen Einsteiger-PCs verkauft werden. Das Betriebssystem ist vorkonfiguriert und bietet ein vereinfachtes System-Management. Funktionen wie Netzwerkfähigkeit oder das Einrichten mehrerer Nutzer auf einem Rechner fehlen. Die Zahl der gleichzeitig ausführbaren Applikationen ist auf drei beschränkt.

Analysten von Gartner bemängeln, dass die beschnittene Windows-Version auch die Ansprüche von Einsteigern verfehle. Ein weiterer Grund für das - laut Brancheninsidern - bislang nur geringe Interesse ist der Preis. In Malaysia etwa wird die Billigsoftware für umgerechnet 32 Dollar angeboten, eine Raubkopie ist dagegen bereits für weniger als fünf Dollar zu haben. Insbesondere kleinere Computerhändler würden daher ihre Rechner günstig bei OEM-Herstellern einkaufen und anschließend eine unlizenzierte (Voll-)Version des Betriebssystems aufspielen, berichtet der Branchendienst "Cnet". (mb)