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Windows für High Performance Computing kommt 2005

24.06.2004

Microsoft hat Details zu seiner Windows-Variante für den Highend-Einsatz bekannt gegeben. Noch in diesem Jahr soll eine Betaversion der "Windows Server 2003 HPC Edition" verfügbar sein. Die Marktfreigabe sei für das zweite Halbjahr 2005 geplant, erklärte Microsoft-Manager Dennis Oldroyd. Das Kürzel HPC steht für High Performance Computing und soll anzeigen, dass der Hersteller das Betriebssystem um verschiedene Komponenten erweitert hat. Dazu gehören unter anderem ein Cluster Manager, ein Scheduling-System und eine Implementierung des Protokolls Message Passing Interface (MPI), das häufig in Supercomputer-Installationen eingesetzt wird.

Der HPC Markt ist bislang eine Domäne der klassischen Unix-Derivate, die allerdings zunehmend durch kostengünstige Linux-Systeme abgelöst werden. Zunächst nur auf den Forschungsbereich ausgerichtet, setzen auch immer mehr Unternehmen Hochleistungs-Cluster für komplexe Rechenaufgaben ein, beispielsweise in der Finanzbranche oder der Ölindustrie. Mit der HPC-Edition hofft auch Microsoft auf zusätzliche Einnahmen in diesem Segment. Laut Prognosen von IDC soll der Markt für HPC-Hard- und Software von 2,4 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr auf 5,1 Milliarden Dollar im Jahr 2008 wachsen. (wh)