Die besten Systemhäuser

Windows 7 dominiert die IT-Infrastruktur

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Ein Blick auf die IT-Projekte, die Anwender mit ihren Systemhauspartnern betreiben, offenbart einen Hang zur Uniformität: Microsofts Windows-Betriebssysteme und Server-Lösungen sind in fast allen Unternehmen die Basisinstallationen der Wahl.

Die jährliche Umfrage der COMPUTERWOCHE unter den Kunden der deutschen Systemhäuser zeigt eine klare Vorliebe der Anwender für Microsoft-Lösungen, wenn es um die Softwareausstattung von Desktops und Server geht (siehe auch Vorjahreserhebung: Software-Infrastruktur: Microsoft-Produkte dominieren).

Das ist in diesem Jahr nicht anders, auch heuer entfiel das Gros der knapp 280 bewerteten Projekte in die Kategorie "rund um Microsoft-Produkte". Im Vergleich zur Erhebung des Vorjahres fällt jedoch auf, dass deutlich weniger Migrationen der Client-Betriebssysteme vonnöten waren. Offenbar hat das Gros der Unternehmen den Schwenk weg von Windows XP und hin zu Windows 7 rechtzeitig abgeschlossen. Einige wenige gehen sogar schon das Thema Windows 8 an - das zumindest zeigt die Auswertung der Freifeldangaben zu den Projektinhalten.

Wenn Infrastrukturprojekte bewertet wurden, dann zumeist die Server-Produkte von Microsoft, etwa SQL und Exchange. Klar erkennbar ist in diesem Zusammenhang auch die Dominanz von Microsoft in der Server-Infrastruktur der Unternehmen. Sharepoint und der System Center Configuration Manager sind weitere beliebte Backend-Installationen.

Eine kleine Microsoft-Alternative: der "Univention Corporate Server"

Unter den Microsoft-Alternative im Server-Umfeld sticht - auf zugegebenermaßen niedrigem Niveau - der "Univention Corporate Server" (UCS) hervor. Das Open-Source-basierende Produkt des in Bremen ansässigen Herstellers Univention gilt mit seinem grafischen Assistenten als leicht installierbar. Deutlich mehr Optionen jenseits der Microsoft-Welt ziehen die Unternehmen, wenn sie die Virtualisierung ihre Desktop-Landschaft beziehungsweise schlanke Client-Konzepte einführen. Hier sticht vor allem Citrix als bevorzugte Plattform ins Auge.

Die besten Systemhäuser im Segment Software-Infrastruktur

Die Bewertungen der Projekte im Segment Software-Infrastruktur fielen mit einer Gesamtnote von 1,67 im Vergleich zu der Benotung in anderen Projektsegmenten besonders gut aus (hier finden Sie Informationen darüber, wie etwa Security-, Storage- und Serverprojekte bewertet wurden). Die Bewertung folgt dem Schulnotenprinzip (eins = sehr gut; sechs = sehr schlecht).

Auf Basis dieser Wertung haben wir die Systemhäuser mit den zufriedensten Kunden ermittelt: Die drei Erstplatzierten IT-Haus, Krämer IT und Netgo haben sich in einem starken Wettbewerb durchgesetzt (siehe Bilderstrecke oben).

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Systemhausstudien 2014 zum Download

IDG Business Research Services befragt seit 2008 in Kooperation mit Computerwoche und ChannelPartner jährlich die Unternehmen in Deutschland, wie zufrieden sie mit den Leistungen ihrer Systemhäuser sind.

Bei der aktuellen Erhebung gaben 2.795 IT-Verantwortliche und Entscheider ihr Votum ab. Sie bewerteten insgesamt 4.734 Projekte, aufgeschlüsselt nach den Kategorien Storage, Security, Infrastrukturhard- und -Software, Netzwerke, Mobility, Managed Services, Anwendungssoftware und Collaboration.

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