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Wechsel zu Windows 10 im Unternehmen

Windows 10 für den Arbeitsplatz der Zukunft

Thomas Joos ist freiberuflicher IT-Consultant und seit 20 Jahren in der IT tätig. Er schreibt praxisnahe Fachbücher und veröffentlicht in zahlreichen IT-Publikationen wie TecChannel.de und PC Welt. Das Blog von Thomas Joos finden Sie unter thomasjoos.wordpress.com.
In vielen Unternehmen planen die IT-Verantwortlichen aktuell den Umstieg auf Windows 10. Der Support von Windows 7 läuft im Januar 2020 aus – wenn Firmen weiterhin eine von Microsoft unterstützte, leistungsfähige und moderne Umgebung nutzen wollen, ist der Wechsel zur neuesten Windows-Version empfehlenswert. Denn Windows 10 bietet mehr Sicherheit und viele neue Funktionen, die für eine Steigerung der Mitarbeiter-Produktivität sorgen.

Für zukunftsfähige Unternehmen, die Ihre Mitarbeiter durch den Einsatz leistungsfähiger Technologie unterstützen, ist nicht nur das Auslaufen des Windows-7-Supports ist ein wichtiger Grund für den Umstieg auf Windows 10. Windows 10 arbeitet mit der Version 3.1.1 des SMB-Protokolls mit Windows Server 2016 zusammen. Dieses bietet deutlich mehr Sicherheit, auch gegenüber Man-in-the-Middle-Attacken. Dazu kommt eine deutlich höhere Performance im Vergleich zu früheren Windows-Versionen. Neben dieser Funktion bietet Windows 10 auch in anderen Bereichen eine optimale Verknüpfung mit Windows Server 2016. So lassen sich die neuen Windows Server Container, aber auch die Nano-Server, auf Windows-10-Rechnern entwickeln und über die Cloud oder das Netzwerk auf Windows Server 2016 bereitstellen. Zusammen mit der neuen Server-Version erhalten Unternehmen also eine sichere, stabile und leistungsstarke Plattform. Aber auch ohne Windows Server 2016 spielt Windows 10 seine Stärken aus, da das Betriebssystem natürlich auch mit den Vorgängern von Windows Server 2016 zusammenarbeitet.

Neue Update-Technologien

Mit Windows 10 führt Microsoft eine deutlich verbesserte Update-Technologie und -Methode ein. Zunächst erscheinen in regelmäßigen Abständen Produktaktualisierungen, die Administratoren auf Anforderung auch zentral blockieren können. Microsoft fasst verschiedene Updates zusammen, ohne ständig kleinere Updates auf den Rechnern zu verteilen.

Windows Update for Business erlaubt eine zentrale, gestaffelte Steuerung von Windows-Updates, unterstützt durch die Windows Server Update Services (WSUS) in Windows Server 2016 und durch Gruppenrichtlinien. Hier lassen sich flexibel wie nie zuvor detaillierte Einstellungen vornehmen:

  • wann Updates installiert werden sollen

  • wie Updates installiert werden sollen

  • wo die Updates zur Verfügung stehen

  • mit welcher Bandbreite der Download durchgeführt werden soll.

Außerdem lassen sich Arbeitszeiten festlegen, in denen Windows 10 keinen Neustart durchführt und Anwender damit auch nicht belästigt. Windows 10 verfügt über zahlreiche Einstellungen, die auch per Richtlinie zentral steuerbar sind.

Mit Windows 10 Enterprise Long Time Services Branch (LTSB) können Unternehmen eine Windows 10 Enterprise Version installieren, die nicht mit neuen Produktaktualisierungen versehen werden muss, um weiter offiziell unterstützt zu werden. LTSB erlaubt das Aussetzen von Aktualisierungen im Rahmen einer Software Assurance. Auch ohne Aktualisierung bietet die LTSB-Version 10 Jahre Support. Sicherheits- und Stabilitäts-Patches müssen auch in dieser Version installiert werden, aber keine Updates mit zusätzlichen Features oder neue Builds von Windows 10. Unternehmen mit dieser Lizenz erhalten uneingeschränkten Support für den dauerhaften Einsatz. Einfach ausgedrückt verspricht Microsoft, dass Unternehmen mit LTSB nicht dazu gezwungen werden sollen, neue Versionen zu installieren, um innerhalb des Support-Zyklus zu bleiben.

Integration mit der Cloud und Microsoft Azure Active Directory

Windows 10 Enterprise ermöglicht die direkte Anbindung an Azure Active Directory, die Cloud-Implementation des lokalen Verzeichnisdienstes Active Directory. Dadurch lassen sich Single-Sign-On-Szenarien mit Cloud-Diensten erreichen, mit denen Anwender schnell und einfach, gleichzeitig aber hochsicher eine Verbindung mit Diensten wie Office 365 aufbauen können.

Aber nicht nur die übergreifende Zusammenarbeit mit Microsoft Azure ist ein Vorteil, sondern auch der Betrieb von Windows 10 auf einer Vielzahl von verschiedenen Geräten. Microsoft hat mit der One Windows Platform dafür gesorgt, dass sich das Betriebssystem auf einer Vielzahl von Geräten installieren lässt, inklusive Smartphones und Tablets. Das bietet Anwendern eine einheitliche Oberfläche; Administratoren können die verschiedenen Geräte der Mitarbeiter einfacher verwalten, da zentrale Instrumente dafür zur Verfügung stehen.

Windows-Apps und herkömmliche Anwendungen parallel einsetzen

Mit Windows 10 hat Microsoft den App-Store der mobilen Versionen von Windows 10 mit dem herkömmlichen App-Store zusammengefasst. Das erlaubt Anwendern schneller und einfacher Apps zu installieren und Administratoren haben die Möglichkeiten, den App-Store über Gruppenrichtlinien zentral zu steuern. Microsoft bietet auch die Option an, dass Unternehmen selbst Apps im App-Store zur Verfügung stellen, damit Mitarbeiter diese Apps installieren können. Dabei kann es sich um selbst entwickelte Apps handeln oder um Apps, die zentral gekauft werden. In beiden Fällen können die Anwender die Apps installieren, ohne sie einzeln bezahlen zu müssen. Auch hier ist Flexibilität ein wichtiger Faktor.

Die modernen Windows-Apps arbeiten in Windows 10 optimal mit herkömmlichen Windows-Anwendungen zusammen, und lassen sich auch genauso bedienen wie normale Anwendungen. Auch der Austausch von Daten über die Zwischenablage funktioniert zwischen den verschiedenen Anwendungen. Dadurch können zukunftsfähige Unternehmen auf die neuen Technologien der modernen Apps setzen, ohne dass Anwender bei ihrer Arbeit beeinträchtigt werden. Durch das Startmenü in Windows 10 müssen sich Anwender mit Windows 7 oder 8 nicht lange umgewöhnen, um die neuen Funktionen zu nutzen.

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Foto: Dell

Mehr Sicherheit durch Windows Hello

Mit "Windows Hello" integriert Microsoft neue Technologien für biometrische Anmeldungen. Benutzer können sich mit 3D-Kameras über Gesichtserkennung, mit Fingerabdruckscannern und mit Smartcards anmelden. Auch eine Kombination dieser Möglichkeiten lässt sich umsetzen: Windows Hello kombiniert die Anmeldung per PIN, Fingerabdruck, Gesichtserkennung und Iriserkennung.

Die Anmeldung ist einfacher, gleichzeitig aber auch sicherer, da sich Anwender keine komplizierten Kennwörter merken müssen, um sich anzumelden. Die Anmeldung über Windows Hello lässt sich darüber hinaus auch als Single-Sign-On-Lösung für andere Dienste, Cloudlösungen und verschiedenen Programmen verwenden. Alternativ können Anwendungen eine erneute Authentifizierung anfordern, die von Windows Hello in Windows 10 durchgeführt wird, nachdem der Benutzer bereits am PC angemeldet ist. Das soll verhindern, dass unberechtigte Benutzer Anwendungen wie ein CRM nutzen, während der Besitzer des PCs kurz den Raum verlässt.

Selbstverständlich ist weiterhin auch die Anmeldung über herkömmliche Benutzernamen möglich. Das zeigt die Flexibilität von Windows 10. Alle Funktionen sind darüber hinaus per Richtlinie steuerbar, nach entsprechender Erweiterung auch von Windows Server 2012/2012 R2 aus.

Bessere Suche, Sprachassistent und neues Info-Center

Mit Windows 10 hat Microsoft auch eine verbesserte Windows-Suche integriert. Der Sprach-Assistent "Cortana" kann Anwendern geräteübergreifend dabei helfen, Informationen zu finden. Microsoft arbeitet dazu auch weiter daran, Cortana auch an Dienste wie Office 365 und Business-Intelligence-Lösungen wie Power BI anzubinden. Dadurch erhalten Anwender eine zentrale, Suchoberfläche, die Suchanfragen der Anwender an externe Quellen übergeben kann. Gleichzeitig lässt sich Cortana auch als Sprachassistent nutzen, natürliche Sprache verstehen und beim mobilen Einsatz helfen. Auch hierbei können Richtlinien zentral alle Einstellungen vorgeben. Unternehmen, die Cortana nicht nutzen wollen, können die Funktion schnell und einfach über Richtlinien sperren.

Dazu kommt das neue Info-Center in Windows. Dieses informiert Anwender über systemrelevante Einstellungen, aber auch über Informationen zu den Apps und Anwendungen, die auf dem Rechner installiert sind. Dadurch erhalten Anwender eine zentrale Stelle in Windows, die über alle relevanten Informationen verfügt und diese übersichtlich anzeigen kann. Welche Anwendungen Informationen in das Info-Center integrieren dürfen, lässt sich über Richtlinien problemlos steuern. Apps wie Edge, Skype oder andere Kommunikations-Programme wie der Kalender können im Info-Center nicht nur Informationen anzeigen, sondern erlauben auch Aktionen aus den Benachrichtigungen. Auch Cortana arbeitet enger mit dem Info-Center zusammen und zeigt Informationen und Erinnerungen auch direkt im Info-Center an. Im Info-Center lassen sich darüber hinaus auch Karten anzeigen sowie Informationen, die für die tägliche Arbeit des Anwenders notwendig sind.

Neue Funktionen zur Virtualisierung von Anwendungen und Benutzerprofilen

Microsoft hat in Windows 10 die Clients für App-V und für User Environment Virtualization (UE-V) integriert. Zusammen mit dem Windows 10 Assessment and Deployment Kit (ADK) können Unternehmen dadurch den Zugriff auf Apps virtualisieren, genauso wie die Benutzerprofile. Das kann deutlich die Datenmenge reduzieren, die beim Anmelden von Anwendern und dem Starten von Apps verursacht werden. Das beschleunigt die Arbeit der Mitarbeiter, entlastet das Netzwerk und bietet ein besseres Erlebnis bei der Arbeit mit Windows 10, da Anwendungen flexibler zur Verfügung stehen, schneller starten und keine Wartezeiten verursachen. Die Technologien lassen sich problemlos jederzeit im Netzwerk einbinden und sind zentral steuerbar.

Fazit

Die meisten Neuerungen von Windows 10 zielen auf mehr Produktivität und bessere Bedienung im Unternehmenseinsatz ab - ein klarer Vorteil für die Mitarbeiter. Aber auch die Sicherheit hat sich deutlich verbessert. Zusammen mit Windows Server 2016 können Unternehmen eine effiziente Infrastruktur schaffen, die sehr flexibel über Richtlinien steuerbar ist.

Weiterführende Links

Windows Server 2016: Mit großen Schritten zum zukunftsfähigen Unternehmen

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