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Wind River sucht einen neuen CEO

26.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der auf Embedded-Betriebssysteme spezialisierte US-Anbieter Wind River muss sich einen neuen President und CEO (Chief Executive Officer) suchen, nachdem der alte Tom St. Dennis diese Ämter und auch seinen Sitz im Verwaltungsrat mit sofortiger Wirkung niedergelegt hat. Erst Anfang des Monats hatte sein VP Sales and Marketing hingeschmissen. Das Jahr hatte für Wind River nicht eben erfreulich begonnen: Für das Ende April abgeschlossene erste Quartal wies die Firma einen Nettoverlust von 10,8 Millionen Dollar und 26,8 Prozent Umsatzsschwund auf 48,5 Millionen Dollar aus. Schon für das Geschäftsjahr 2002 meldete Wind River auf Basis von 351,1 Millionen Dollar Umsatz (minus 29 Prozent gegenüber Vorjahr) einen Fehlbetrag von 106,8 Millionen Dollar.

Ungeachtet dessen erklärte Chairman Jerry Fiddler, Wind River habe keine strategischen Probleme. "Hier geht es nicht um unsere Strategie, die ist stark", sagte der Verwaltungsratsvorsitzende. "Was wir hier vor uns haben, ist eine Firma die ihr Potenzial nicht ausgeschöpft hat. Was wir adressieren ist Umsetzung, Tempo der Umsetzung, Genauigkeit, die Einhaltung von Zusagen undsoweiter." Für die Suche nach einem neuen CEO hat Wind River die Headhunter von SpencerStuart angeheuert.

Interimsweise übernimmt Vice Chairman Naren Gupta die Führung des Unternehmens. Der Manager war President, CEO und Chairman von Integrated Systems, das im Februar 2000 von Wind River übernommen wurde. Wind River ist vor allem durch seine Echtzeit-Betriebssysteme "VxWorks" und "pSOS" und das Unix-Derivat "BSD/OS" bekannt, arbeitet aber auch in den Bereich Integrierte Entwicklungsumgebungen, Entwicklungs-Tools sowie Netztechnik. (tc)