Wimax bleibt eine Nischentechnik

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.

Einer Studie des Marktforschers Maravedis zufolge befindet sich die Funktechnik Wimax nach wie vor auf Wachstumskurs. 2008 habe sich der Gesamtumsatz mit Wimax gegenüber dem Vorjahr mit 1,8 Milliarden Dollar etwa verdoppelt. Außerdem wurden über den Zeitraum etwa 1,45 Millionen Neukunden hinzugewonnen.

Nach Angaben von Cintia Garza, Co-Autorin der Maravedis-Studie, war 2008 dennoch ein schwieriges Jahr für die meisten Wimax-Anbieter. Als Reaktion auf den wirtschaftlichen Abschwung habe sich sowohl die Marktkonsolidierung als auch die Spezialisierung auf Nischen beschleunigt. Dabei ist trotz der bereits bestehenden Probleme der vermutlich größte Gegner der Funktechnik mit LTE (Long Term Evolution) gerade erst am Entstehen. Wenngleich der Zeitpunkt einer kommerziellen Nutzung noch nicht absehbar ist, haben die einschlägigen Hersteller bereits Netzplanungs-Tools, Test- und Messsysteme bereitgestellt.

Die Zukunftsmärkte für Wimax liegen dem Bericht zufolge im Nahen Osten, Afrika und Indien. Dort werde die Funktechnik bereits erfolgreich eingesetzt, um größere, dünn besiedelte Gebiete schnell und kostengünstig mit Breitband-Internet zu versorgen. (mb)