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Wiki beteiligt weltweite Spezialisten an der Vergabe von Softwarepatenten

17.08.2006
Mit einem Wiki-basierenden System wollen US-Unternehmen und -Behörden mehr Transparenz bei der Vergabe von Patenten schaffen und die Flut an minderwertigen Patenten eindämmen.

Ein von IBM, Microsoft und Hewlett-Packard (HP) unterstütztes Pilotprojekt soll den kaum noch beherrschbaren Patentprüfungsprozess mit Hilfe eines Wiki stark vereinfachen. Die Betreiber wollen die Technik dem amerikanischen Patent and Trademark Office zur Verfügung stellen und hoffen nach abgeschlossener Testphase auf dessen Unterstützung. Hintergrund ist die Tatsache, dass sich die Menge der Softwarepatente in den vergangenen 20 Jahren verdreifacht hat.

Wer damit befasst ist, die Anträge zu prüfen, hat im Durchschnitt nur noch 20 Stunden Zeit, um teilweise komplexeste Anwendungen zu analysieren, ältere Erfindungen auf Ähnlichkeiten hin zu durchforsten und zu entscheiden, ob ein Patent erteilt werden soll. Kritiker behaupten schon seit langem, dass die Qualität der Patente schwer gelitten hat und zunehmend auch solche Techniken als geistiges Eigentum geschützt werden, die nicht wirklich neu sind.