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Wifi-Handys auf dem Vormarsch

03.07.2006
Die Marktforscher von In-Stat gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Mobiltelefonen mit WLAN-Unterstützung weltweit und insbesondere in den USA deutlich ansteigen wird.

Die Auguren prognostizieren, dass bis 2010 jährlich mehr als 132 Millionen Wifi-Handys ausgeliefert werden. Da insgesamt mehr als drei Milliarden Mobiltelefone verkauft werden sollen, würde knapp jedes 20. Gerät diese Funktion bieten.

In-Stat-Analyst Allen Nogee stützt seine Prognose auf den wachsenden Wettbewerbsdruck: "Die meisten Mobilfunkbetreiber werden die Handys mit Wifi-Unterstützung schon deshalb anbieten, um die Abwanderung von Kunden zu Konkurrenten mit entsprechenden Angeboten zu verhindern", erklärt Nogee. Darüber hinaus böten die Kombi-Geräte den Carriern die Möglichkeit, selbst Services wie VoIP (Voice over IP) over Wifi anzubieten und damit die negativen Auswirkungen auf ihre mobilen Datendienste abzufedern.

Aktuell befinden sich laut In-Stat bereits 20 Modelle mit integrierter Wifi-Unterstützung im Handel oder stehen kurz davor. Außerdem planten bereits einige Carrier, neben normalen Handy-Gesprächen auch mobile Telefonate über das Internet geführte Telefonate zu unterstützen. Einige Handys werden zudem bereits mit integrierten VoIP-Clients wie Skype ausgeliefert.

Die Mobilfunk-Carrier hatten sich lange geweigert, Wifi-fähige Endgeräte anzubieten. Ein Grund war die Furcht, dass Kunden die besonders einträglichen Auslandsgespräche künftig nicht mehr via Handy führen, sondern statt dessen günstige VoIP-Dienste nutzen werden. Vor kurzem begannen jedoch einige Betreiber wie Vodafone in Großbritannien damit, ihren Kunden eine UMTS-Flatrate anzubieten. Für rund 100 Euro pro Monat können die Nutzer dabei nicht nur über eine breitbandige Verbindung im Internet surfen, sondern über auch VoIP-Clients wie Skype kostengünstig telefonieren - vorausgesetzt, dieser Dienst wird vom Handytyp unterstützt. (mb)